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Donnerstag, der 13. Juli 2017

UEFA: Beşiktaş verteidigt sich in Genf

Beşiktaş wehrt sich in der Schweiz gegen eine weitere, drohende Europapokalsperre durch den europäischen Fußballverband UEFA.

Von Anil P. Polat

Nach den von Fans verursachten Vorfällen im Europa League-Viertelfinalhinspiel in Lyon im April verhängte die UEFA sowohl gegen die Heimmannschaft Olympique Lyon als auch das Gast-Team Beşiktaş eine auf zwei Jahre befristete Bewährungsstrafe. Sollte es in diesem Zeitraum in den Stadien der Klubs nochmals zu Zwischenfällen durch die Anhängerschaften kommen, werde eine einjähriger Ausschluss aus dem europäischen Vereinswettbewerben verhängt. 

Vorstand und Rechtsbeistand verteidigen Vereinsinteressen 

BJK-Präsident Fikret Orman reiste mit einigen Vorstandsmitgliedern und dem Rechtsanwalt des Istanbuler Traditionsvereins nach Genf und legte in der Schweiz vor dem Schlichtungsausschuss eine entsprechende Verteidigung vor. Seine Aussagen vor dem Ausschuss fasste Orman für die Presse wie folgt zusammen: „Nach dem Lyon-Spiel hatte der Disziplinarausschuss eine Strafe ausgesprochen, die einen Ausschluss der Vereine aus dem Europapokal zum Inhalt, sollte es in einer Zeitspanne von zwei Jahren zu Vorkommnissen in den Stadien kommen. Wir hatten gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt. Heute gab es  das Treffen und Gespräch mit dem Schlichtungsausschuss. Wir sind zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Berk Hacıgüzeller und Şafak Mahmutyazıcıoğlu sowie unserem Vereinsanwalt angereist, um Beşiktaş zu vertreten." 

Präsident Orman: „Beşiktaş-Strafe nicht nachvollziehbar" 

Orman weiter: „Vordergründig haben wir erklärt, dass wir bezüglich der Vorfälle im Recht sind. Die UEFA bewertet alle Fans, die mit türkischen Flaggen zum Spiel kamen als Beşiktaş-Anhänger. Aber wir sprechen hier nicht von fünf, zehn oder 50 Zuschauern, sondern es wurden 10.000 Tickets an Türken verkauft. Das empfanden wir als Unsinn. Wir haben mit Nachdruck betont, dass sie (Lyon) für die Sicherheitsmaßnahmen verantwortlich waren. Es war ihre Entscheidung und die eingenommenen Ticket-Erlöse hat Lyon ausschließlich für sich einbehalten. Wir haben in keinerlei Weise profitiert, noch haben wir etwas zu dieser Entscheidung beigetragen. Wir haben zu verstehen gegeben, dass nur das Negative zum tragen kommt und nichts Positives gefördert wird, wenn die wichtigste Institution der Türkei, die als Verein seit fünf Jahren vorbildlich mit der UEFA im Rahmen des FFP (Financial Fair Play) zusammenarbeitet und in Europa sehr gut geführt wird, eine derartige Strafe auferlegt bekommt. So etwas würde nur unserem Verhältnis zur UEFA schaden. Hoffentlich wird die richtige Entscheidung gefällt", so der 49-jährige Klubchef.

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