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Sonntag, der 06. August 2017

Warum ist Isla die beste Option für Fenerbahçe?

Ist Mauricio Isla die langersehnte Verstärkung für die rechte Abwehrseite von Fenerbahçe? Was kann er für den Klub aus Kadıköy leisten? GazeteFutbol-Redakteur Volkan Ağır verrät, was die Stärken des Chilenen sind.

Von Volkan AGIR

Die Fenerbahçe-Fans haben keine sonderlich guten Erinnerungen an chilenische Fußballer. Vor seinem Transfer zu Fenerbahçe hat beispielsweise Claudio Maldonado immer Top-Leistungen für renommierte Klubs gezeigt. Aber seine Leistung in der Saison, in der er für Fenerbahçe aktiv war, gehörte sicherlich nicht zu seinen besten Spielzeiten. Auch der Umstand, dass Alex de Souza ihn vorgeschlagen hatte, änderte daran nichts. Jetzt haben die Fenerbahçe-Anhänger zwei Fragen in ihrem Köpfen. Die erste lautet, ob nach ihrer schlechten Erfahrung in der Vergangenheit ein Chilene bei Fenerbahçe erfolgreich sein kann. Die zweite ist, wie kann ein Spieler, den Juventus mehrmals ausgeliehen hat, die Lücke von Gökhan Gönül schließen? Hier sind die Antworten für beide Fragen und andere Fragezeichen, die die Fenerbahçe-Fans womöglich haben.

Spieler aus der erfolgreichsten Generation

Isla begann seine Karriere bei Universidad de Catolica. U. de Catolica ist eine Mannschaft der Katholischen Kirche. Es handelt sich um den reichsten Verein mit der besten Jugendabteilung in ganz Chile. Er gehörte zum außerordentlich talentierten Jahrgang der U20-Mannschaft Chiles von 2007. In dieser Mannschaft spielten heute bekannte und namhafte Akteure wie Gary Medel, Alexis Sanchez, Arturo VidalCarlos Carmona, Mathias Vidangossy und Christopher Toselli. Er wurde mit der chilenischen U20 Dritter beim Weltmeisterschafts-Endturnier 2007. Des Weiteren gewann er mit seinen Kollegen Vidal, Sanchez und Medel die letzten beiden Copa Americas.

Unglückliche Zeit in Turin

Eigentlich begann seine Karriere erst wirklich bei Udinese Calcio in Italien und eher weniger bei U. de Catolica. Grund: Juan de Solar, Ex-Profi bei Beşiktaş, dachte nicht, dass Isla genügend Talent für die A-Mannschaft von U. de Catolica besitzt. Udinese witterte die günstige Gelegenheit und wollte sich die Chance nicht entgehen lassen, Isla für 525.000 Euro zu verpflichten. Ein wahres Schnäppchen. Er traf bei Udinese Calcio wieder auf seinen alten Teamkameraden Alexis Sanchez und verlebte in Udine seine leistungsbezogen beste Zeit in Italien. Gemeinsam mit Sanchez errang man Rang drei in der Serie A. Es war die beste Platzierung der Vereinsgeschichte. Danach war die Interessentenliste lang. Aus Italien wollten der AC Mailand, Inter Mailand, der AS Rom und Juventus Turin Isla verpflichten. Aus Spanien bemühten sich der FC Sevilla, FC Valencia, Real Sociedad und Atletico Madrid um den mittlerweile 90-maligen chilenischen Nationalspieler. Am Ende war es der italienische Rekordmeister Juventus Turin, der den heute 29-Jährigen für stolze 14 Million Euro nach Piemont holte.

Bei Betrachtung der Spielweise und taktischen Ausrichtung mit einem 3-4-3 unter Trainer Antonio Conte war Juventus eigentlich die beste Wahl für Isla. Aber es kam anders und Isla wurde nicht glücklich in Turin. Der Schweizer Stephan Lichtsteiner spielte die beste Saison seiner Karriere. Da an ihm kein Vorbeikommen war, saß Isla meist nur auf dem Bank. In den darauffolgenden Spielzeiten lieh Juventus ihn an die Queens Park Rangers und Olympique Marseille aus. Und bevor er schließlich zu Fenerbahçe wechselte, verbrachte er eine weitere Saison auf Leihebene bei Cagliari Calcio.

Bielsas Mann

Die Vereinskarriere von Isla präsentiert sich nicht immer so glänzend. Ganz anders aber seine Laufbahn mit der Nationalmannschaft Chiles. Was ihn ausmacht, sind ohne jede Frage seine Leistungen im Trikot von Chile. In seinem letzten Interview für die "Fenerbahce Gazetesi" bestätigt er dies persönlich. Der Grund dafür sei, dass sein Fußball-Verständnis mit Marcelo Bielsa, Claudio Borghi und Jorgi Sampaoli harmoniert und in vielen Punkten konform ist. Bielsa sagte einmal: „Es wäre sehr gut, wenn ich zwei Islas in meiner Mannschaft hätte. Einer kann hinten und einer kann vorne auf der rechte Seite spielen. Wir könnten so noch stärker sein."

Ich hatte das Glück alle seine sechs Spiele für Chile im Jahr 2015 während der Copa America live im Stadion zu verfolgen. Als Rechtsverteidiger platziert er seinen Fuß immer genau auf die Stelle, wo die Einwurflinie und die Mittelfeldlinie sich kreuzen. Das zeigt sein Angriffsverständnis und die offensive Ausrichtung. Er ist sehr agil und schnell mit dem Ball. Er mag es, die Seite bis zur Eckenlinie herunterzustürmen, ob mit oder ohne Ball. Seine defensiven Fähigkeiten dürfen nicht unterschätzt werden. Er ist ein starker Kämpfer, seine Schnelligkeit und sein Stellungsspiel auf dem Feld sind bemerkenswert. Aykut Kocaman kann ihn auch im Mittelfeld einsetzen. Nachdem Gökhan Inler den SSC Neapel verließ, hat er fast die gesamte Saison über dessen Rolle im zentralen defensiven Mittelfeld übernommen und ausgefüllt. Man kann ihn auch den chilenischen Hamit Altintop (wie bei der EURO 2008) nennen. Sein bestes Spiel bei der Copa America war ohne jeden Zweifel gegen Uruguay. Glücklicherweise spielte er die zweite Halbzeit des Spiels unmittelbar vor meinen Augen. Isla erzielte zudem das Siegtor in dieser Begegnung. Er ist gerne in Strafraumnähe und auch bemüht in den Sechzehner vorzustoßen. Er könnte zu Aykut Kocamans Joker avancieren. Ihn ablösefrei zu verpflichten, ist ein Glücksgriff für Fenerbahçe, ein Geschenk sozusagen. Nicht vergessen sollte man zudem, dass er ein Jahr in Marseille gespielt hat. Er kann mit Nabil Dirar auch auf französisch kommunizieren. Um wieder ein Startelfspieler zu werden, braucht er allerdings noch etwas nur Zeit nach seinen letzten drei ermüdenden Karrierejahren.

Seit der Weltmeisterschaft 2014 hat er kontinuierlich auf höchstem Niveau gespielt. Fenerbahçe hat einen Spieler, der mit seiner Nationalmannschaft dreimal nacheinander ein Finale eines wichtigen internationalen Turniers bestritten hat. Ein Spieler, der es schafft, diese Leistungen zu zeigen, weiß, wie man ein Ziel erreichen kann. So wie er in seinem letzten Interview so deutlich sagte: „Unser Ziel muss es sein, Titel zu gewinnen." 

Islas Karriere in Zahlen:

Chile: 91 Spiele - vier Tore - zehn Torvorlagen
Udinese: 152 Spiele - sieben Tore - 21 Torvorlagen
Juventus: 48 Spiele - keine Tore - fünf Torvorlagen
O. Marseille: 38 Spiele - zwei Tore - zwei Torvorlagen
Cagliari: 35 Spiele - ein Tor - sieben Torvorlagen
Queens Park Rangers: 27 Spielen - keine Tore - zwei Torvolagen


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