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Dienstag, der 06. 2018

Fenerbahce im Sturzflug nach unten

Das war alles andere als titeltauglich, was Fenerbahce in den letzten Spielen geboten hat. Die Fehler werden bei den Gelb-Marineblauen aber bei den Schiedsrichtern gesucht. Wie so oft bei Aykut Kocaman. Ein Kommentar von Erdem Ufak.

Von Erdem UFAK

Gegen Tabellenführer Medipol Basaksehir hatte Fenerbahce eine noch nahezu fehlerlose, fast schon perfekte Vorstellung geboten. Der Istanbuler Rivale hatte gegen die Gelb-Marineblauen im Grunde genommen keine Chance und hätte am Ende des Tages sogar höher als 0:2 verlieren können. Einen Monat und drei Ligaspiele später ist davon nichts übrig geblieben. Fenerbahce bewegt sich Woche für Woche, Spiel für Spiel der Erfolgslosigkeit und Tristesse entgegen.

Der einst so erfolgreich geführte Verein mit dem besten Zuschauerschnitt der Liga und der am besten geführten Merchandise- und Marketingabteilung der Türkei ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Gründe sind vielschichtig, dennoch aber ganz einfach zu benennen. Fenerbahce hat es nach dem Manipulationsskandal versäumt, den dringend benötigten Cut zu machen. Vereinspräsident Aziz Yildirim ist in der Öffentlichkeit zwar quasi nicht mehr existent, polarisiert aber nach wie vor extrem. Ein neues Image, neue Ideen und Strukturen sind bei den Gelb-Marineblauen unausweichlich geworden. Hier geht es ja nicht mal mehr darum, was die Nicht-Fenerbahce-Fans über den Verein denken. Die eigenen Anhänger können sich mit dem Verein nicht mehr identifizieren, siehe die schwachen Zuschauerzahlen im Ülker-Stadion, siehe die anhaltenden Proteste gegen die Vereinsführung, siehe den verlorengegangenen Optimismus im eigenen Fanlager.

Mit Aykut Kocaman hat man zu Saisonbeginn dazu noch einen Coach geholt, der für alles andere, aber nicht für einen Neuanfang steht. Zurück zu den Wurzeln hieß es für die „Kanarienvögel", zurück zur „Manipulations-Crew" würden böse Zungen sogar behaupten. Sportlich hat Kocaman diese Saison aber versagt. Angefangen mit dem blamablen Aus in der UEFA Europa League gegen Vardar, hat es der 52-Jährige nicht geschafft, aus diesem Kader einen Meisterschaftsfavoriten zu formen. Die Elf um Giuliano, Aatif Chahechouhe und Nabil Dirar muss sich jeden einzelnen Sieg schwer erkämpfen, fußballerisch gibt es weder was zu sehen, noch Fortschritte. Oder kann sich jemand in dieser Saison an einen locker herausgespielten Sieg erinnern außer dem 3:0 gegen Aytemiz Alanyaspor Mitte Februar? Kocaman und auch die Vereinsverantwortlichen müssen erkennen: Dieser Kader hat im Vergleich zu den Istanbuler Lokalrivalen zu wenig Qualität! Im Idealfall müsste man sogar die Saisonziele nach unten korrigieren und die direkte Teilnahme an der Europa League anstreben. Natürlich wissen wir alle, dass das im Fenerbahce-Umfeld niemals so öffentlich vorgegeben werden kann.

Zu den sportlich armseligen Darbietungen reiht sich in den letzten Wochen auch ein Aykut Kocaman ein, der es auf Teufel komm raus auf die Schiedsrichter in der Süper Lig abgesehen hat. Mit Sicherheit ist es nicht abzustreiten, dass die Qualität der türkischen Referees der höchsten türkischen Spielklasse in keiner Weise genügt. Doch als Coach des größten türkischen Sportvereins der Türkei gebührt sich zweifelsohne ein anderes Benehmen. Die Spitze des Eisbergs bildete schließlich die Aussage Kocamans nach dem Akhisar-Spiel, dass Fenerbahce im Pokal-Derby gegen Besiktas (2:2) ein Einwurf geklaut wurde. Die Absicht, damit auf das Gesamtbild der Schiedsrichterleistung zeigen zu wollen, schlug völlig fehl. Der 52-Jährige machte sich zum Gespött der türkischen Medienlandschaft. Und diesen Hohn und Spott hat Herr Kocaman verdient. Je weiter Fenerbahce sich vom Titel entfernt, desto konfuser und unkontrollierter wird auch Aykut Kocaman. Als Trainer von Fenerbahce kann und muss man hier aber mehr Größe erwarten. Die Aufgabe auf Samandira ist dem Fenerbahce-Trainer über den Kopf gewachsen, das wird von Woche zu Woche deutlicher. Mit der Kritik anfangen sollte Kocaman eventuell bei sich selbst: Langt die Kaderqualität tatsächlich, um den Titel in der Süper Lig zu holen? Ist die Spielweise Fenerbahces, welche darauf abzielt, das Spiel zu zerstören und den Gegner zu zermürben, die richtige? Ich behaupte: Jeder Fenerbahce-Fan würde eine attraktivere Spielphilosophie mehr feiern als einen Meistertitel mit diesem Krampf-Fußball.

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