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Sonntag, der 03. Juni 2018

Aziz Yildirim: Eine lange Ära geht zu Ende

Über zwanzig Jahre stand Aziz Yildirim an der Spitze des größten Sportvereins der Türkei. Mit Ali Koc löst dessen ehemaliger Weggefährte Yildirim nun ab.

Von Anil POLAT und Erdem UFAK

Am 15. Februar 1998 fand eine historische Wahl für Fenerbahçe statt. Damals kandidierte Aziz Yıldırım zum ersten Mal für das Amt des Präsidenten. Yıldırım setzte sich an diesem Tag mit einer einzigen Stimme Vorsprung gegen seinen Kontrahenten Vefa Küçük durch. Seit dieser Wahl war keine andere Person mehr in den vergangenen zwanzig Jahren Präsident der Gelb-Marineblauen. Yıldırım gewann in diesem Zeitraum zwölf weitere Wahlen (acht reguläre, vier vorgezogene). 

Doppelter Rücktritt vom Rücktritt 

Zwar erklärte der heute 65-Jährige zuvor bereits zweimal sein Amt niederlegen zu wollen, doch setzte er seine Arbeit als Klubchef stets fort. Erstmals sprach der langjährige FB-Vereinsboss nach dem Meistertitel der Saison 2000/2001 davon, den Klub zu verlassen. Damals nannte er „gesundheitliche Gründe und mangelnde Zeit für die Familie" als Gründe. Allerdings stellte er sich bei den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen am 30. Juni und 1. Juli 2001 der Wahl und dies als einziger Kandidat. Das gleiche Szenario ereignete sich nach der verlorenen Meisterschaft am Ende der Saison 2005/06. Erneut gab es vorgezogene Wahlen am 24.-25. Juni 2006, erneut kandidierte Yıldırım allein, abermals wurde er in seinem Amt bestätigt. 

Geschichtsträchtig: Wahl aus der Gefängniszelle heraus 

Nach dem Manipulationsskandal vom 3. Juli 2011 wurde Yıldırım bereits am 2. Juli in Untersuchungshaft genommen und schließlich ab dem 10. Juli 2011 bis zum 2. Juli 2012 endgültig in die Haft überstellt und verbrachte so exakt ein Jahr im Gefängnis. Eine schwere Zeit für Yıldırım und Fenerbahçe. Aus dem Gefängnis heraus kandidierte Yıldırım bei der Wahl vom 19.-20. Mai 2012 abermals für das Amt des Vereinspräsidenten von Fenerbahçe. Da sich mit Murat Çelikel der einzige Konkurrent aus der Wahl zurückzog, stand Yıldırım erneut als einziger Kandidat zur Wahl fest und erhielt 5.269 der 5.271 Stimmen. Damit wurde er zum zehnten Mal zum Präsidenten des Klubs aus Kadıköy gewählt.

Gegner in die Schranken verwiesen - Titelsammlung vergrößert 

Bei der Wahl 2013 setzte sich Yıldırım gegen Mehmet Ali Aydınlar und bei der Wahl 2015 gegen Hulusi Belgü durch. Beide Male gewann Yıldırım deutlich. Unter Yıldırım holte der Klub in allen Branchen unzählige nationale und internationale Titel. Vor allem die Basketball- und Volleyball-Abteilungen feierten eine im türkischen Sport nie dagewesene Blütezeit. Auch im Fußball wurde die Titelvitrine weiter gefühlt. Sechs der bisher 19 Meistertitel gab es in der Ära Yıldırım. Hinzu kommen zwei Pokalsiege, drei nationale Supercup-Siege sowie je ein Staatspräsidenten- und Atatürk-Pokal. Yıldırım arbeitete in seinen nun 20 Jahren mit 17 verschiedenen Trainern zusammen. 

Kritik und Ende der Yıldırım-Dynastie? 

Die Titelausbeute im Fußball wird allerdings von Fans und Experten oft kritisiert. Am Ende verpasste Yıldırım die Möglichkeit in seinem 20. Jahr als Klubchef den 20. Ligatitel der Vereinsgeschichte zu holen. Dies wäre in der Tat ein historischer Zufall für den erfolgreichen Geschäftsmann. Dass die beispiellose „Regentschaft" fortgesetzt wird, war nach der Kandidatur von Ali Koc mehr als fraglich. Yildirim verpasste es in den letzten Jahren, den Verein zu modernisieren. Auch mit den so treuen Fenerbahce-Anhängern verscherzte es sich der 65-Jährige. Die Quittung folgte bei den heutigen Vorstandswahlen im Ülker-Stadion: Mit mehr als 11.000 Stimmen Unterschied musste sich Yildirim seinem Konkurrent Ali Koc geschlagen geben.

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