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Montag, der 08. Mai 2017

Spieler-Revolte? Tudor wittert Verschwörung!

Nach wie vor herrscht große Unruhe beim türkischen Rekordmeister. Coach Igor Tudor ist vor allem unter den Spielern nicht unumstritten, soll nach dem 1:3 gegen Kasimpasa sogar seinen Rücktritt angeboten haben.

Bei Galatasaray brennt der Baum. Die 1:3-Niederlage gegen Kasimpasa am Wochenende war bereits die vierte in den vergangenen sechs Spielen. In der Tabelle der Süper Lig liegt der Klub zwar noch auf dem vierten Platz, aber auch abseits des Platzes brodelt es gewaltig.

Trainer Igor Tudor soll laut türkischen Medien nach der Schlappe am Samstag seinen Rücktritt angeboten haben, den Präsident Dursun Özbek allerdings ablehnte. Stattdessen stehen die Spieler Galatasarays zunehmend in der Kritik. Top-Scorer Bruma, der mit einem Wechsel in die Premier League kokettiert, wurde bereits nach 18 Minuten ausgewechselt. „Bruma muss Respekt vor seinem Trainer haben. Das hat er nicht an den Tag gelegt. Die Probleme bei Galatasaray kann man nicht nur in die Schuhe der Trainer schieben. Dieselben Vorfälle gab es und würde es auch unter Hamzaoglu, Prandelli, Lippi, Capello oder Denizli geben. Hier muss an ganz anderen Baustellen gearbeitet werden", sagte Tudor anschließend.

Neben weiteren Spielern wie Wesley Sneijder, Nigel de Jong und Aurélien Chedjou soll der Portugiese im Hintergrund gegen den Trainer arbeiten. Auch diesen Vorwurf erhob Tudor persönlich gegenüber der „Hürriyet". „Sie haben sich gegen mich organisiert. Diese vier Spieler haben sich gegen mich verschworen und putschen sich gegenseitig auf. Sie gehen sogar noch weiter und versuchen die anderen Spieler zu beeinflussen. Das Problem von Galatasaray ist bestimmt nicht der Trainer. Diese Spieler schaden dem Verein und mit Spielern, die diese Mentalität innehaben, ist es schwer weiter zu arbeiten", wird der ehemalige kroatische Nationalspieler zitiert.

Inzwischen ist von möglichen Geldstrafen die Rede - auch weil Präsident Özbek, der bei einer Pressekonferenz nach dem Spiel mit Tränen zu kämpfen hatte, sich hinter seinen Trainer stellt: „Wir arbeiten hier Tag und Nacht, manchmal mit nur 2-3 Stunden Schlaf. Um unsere Schulden zu senken klappern wir alle Firmen ab um eine Geldquelle zu bekommen. Die Spieler verdienen Millionen von Euro, ohne die entsprechende Leistung zu zeigen und machen damit alles kaputt. Von nun an wird jeder den Wert dieses heiligen Trikots in Ehren halten, ansonsten wird er dieses Trikot nie wieder anziehen. Jeder muss sich nun zusammenreißen und wird für jeden Fehler bestraft werden."

In der Kabine erlebte der Präsident derweil mit, wie Spieler und Trainerteam über die Streichung der ursprünglich angesetzten freien Tage diskutierten. „Ihr spielt keinen Fußball und wollt, als hättet ihr es verdient, auch noch Urlaub haben. Was soll das?", sei seine Reaktion gewesen, schreiben türkische Medien. Vor allem Mittelfeldspieler Sneijder soll dem Vernehmen nach gegen die Maßnahme protestiert haben. Ob der Niederländer, ebenso wie seine kritisierten Teamkollegen, damit auch weiterhin eine Zukunft bei Galatasaray hat, erscheint daher mehr als fraglich.

Quelle: www.transfermarkt.de

Link: http://www.transfermarkt.de/spieler-revolte-bei-galatasaray-tudor-bdquo-haben-sich-gegen-mich-organisiert-ldquo-/view/news/273481


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