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Tabelle & SpieltagTorjäger
Freitag, der 01. September 2017

Welche Gefahr erwartet die Gelb-Roten?

Galatasaray begann die Saison in der Liga optimal: drei Partien, drei Siege, Tabellenführung. Noch ist die Spielzeit aber jung, und auch in den vergangenen beiden Jahren starteten die "Löwen" gut, ehe der Absturz folgte. Doch eines macht Galatasaray anders - die Taktik-Analyse von Hüseyin Ozan Günes

Galatasaray ist ohne Frage die Mannschaft, die uns Fußballfans bisher am meisten überraschte. Drei Siege in drei Wochen und ein Torverhältnis von 10:2 Toren können sich sehen lassen. Die Mannschaft ist extrem laufstark und überzeugt mit einem aggressivem Gegenpressing, was man aus letzter Saison sicher nicht gewohnt war. Die „Löwen" sind in bester Laune und Galatasaray wird von vielen Fußballfans schon als klarer Favorit im Kampf um den Titel gesehen. Aber sind die Gegner wirklich chancenlos gegen den Rekordmeister?

Zunächst einmal müssen wir klären, was Galatasaray mit dem Gegenpressing bezwecken will und ob die Umsetzung den Vorstellungen entspricht. Das Ziel des Gegenpressing ist es, bei Ballverlust den gegnerischen ballführenden Spieler unter Druck zu setzen und den Ball in kürzester Zeit zurückzuerobern, um danach einen Gegenangriff zu starten. Bei Balleroberung ist der Gegner nämlich nicht auf einen Gegenangriff vorbereitet und hat im Normalfall große Probleme beim Abwehren dieses Angriffes.

Dabei muss man beachten, dass man nicht einfach hinter dem Ball herläuft, sondern auch die Anspielstationen des Gegners zudeckt. Dies gelingt Galatasaray nur in den wenigsten Pressingsituationen. Oft sieht man ein eher chaotisches Gegenpressing, indem der Rekordmeister zu ballorientiert presst und der Gegner noch freie Spieler hat. Eine Mannschaft, die diese freien Anspielstationen während des Pressings gut nutzt, wird sehr effektive Kontermöglichkeiten erlangen, da sich in solchen Situationen fast das komplette Team von Galatasaray in der gegnerischen Hälfte befindet. Die Frage hierbei ist, ob es eine Mannschaft in der Süper Lig gibt, die spielerisch gut und erfahren genug ist, um diese Anspielstationen zu nutzen?

Ein anderer Weg, sich dem Pressing zu entziehen sind die langen Bälle mit dem Fokus auf den (wie man im Basketball sagt) „Rebound". Wenn man Galatasaray bis zum Torwart pressen lässt und der einen langen Ball auf den eigenen Stürmer spielt, hat man die Möglichkeit, den abprallenden Ball zu erobern und einen Gegenangriff zu starten. In der Abwehr wird man nur Maicon, Fernando und Serdar Aziz finden, weil sich der Rest der Mannschaft noch in der gegnerischen Hälfte befinden wird.

In den kommenden Wochen werden wir wohl öfter sehen, wie die Gegner versuchen werden, Fouls und Gelb-Rote Karten gegen die aggressiven Löwen herauszulocken. Diese Methode ist nicht die effektivste, sie ist aber die am einfachsten umsetzbarste, um das Spiel zu beruhigen und sich dem Pressing zu entziehen. Galatasaray geht nämlich sehr aggressiv in die Zweikämpfe, mit einer einfachen Körperdrehung kann man ganz leicht ein Foul gegen Spieler wie Badou Ndiaye rausholen.

Ich bin gespannt, wann die erste Rote Karte gegen Galatasaray gezückt wird. Gegen Sivasspor gab es bereits drei Gelbe Karten und 20 Fouls. Aggressivität ist gut, kann aber schnell nach hinten losgehen. In Zukunft sollte der Rekordmeister auf jeden Fall auf ein saubereres Zweikampfverhalten Acht geben. Bisher hat es trotz nicht perfektem Gegenpressing für die souveräne Tabellenführung gelangt. Die Gegner schienen überrascht von der aggressiven Spielweise Galatasarays und gerieten schnell in Panik, was zu Ballverlusten führte.

Je mehr Zeit in der Liga vergehen wird, desto effektiver werden die Gegner sich auf das Spiel von Galatasaray vorbereiten können. Es wird ein spannendes Rennen, bei dem ich trotz Schwächen, Galatasaray klar vorne sehe.

Hüseyin Ozan Günes


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