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Tabelle & SpieltagTorjäger
Sonntag, der 01. Oktober 2017

Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister! Oder?

Galatasaray sichert sich in der Nachspielzeit drei wichtige Punkte gegen Karabükspor und kann nun als unumstrittener Tabellenführer in die Länderspielpause gehen. Tudor unterstreicht damit die Ambitionen auf den Meisterschaftstitel. GazeteFutbol hat die Stimmen und Statistiken zum Spiel.

Von Tarik DEDE

„Wer solche Spiele gewinnt, wird Meister!“ Diesen Spruch konnte man am Samstagabend reihum nach dem Sieg von Galatasaray gegen Karabükspor vernehmen. Und da dürfte etwas dran sein. Galatasaray begegnete einem Team, dass sich wehrte und keinen Zentimeter herschenkte (zum Spielbericht). Karabük hat in der unteren Tabellenregion mit solch einer Leistung nichts zu suchen. Schaut man auf die Statistiken, bestätigt sich dieses Bild. Bei Kopfballduellen, Zweikämpfen oder auch den Offensivbemühungen agierten die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Galatasaray hatte die besseren Torchancen und deutlich mehr Ballbesitz (60 Prozent). Aber solch ein Spiel kann auch mal in einer Niederlage enden. Dass es nicht soweit gekommen ist, lag am Willen der Löwen. In der Nachspielzeit haben sie auf den Siegtreffer gespielt und wurden durch das Tor von Maicon, der zusammen mit Feghouli und Yatabare, der beste Spieler auf dem Platz war, belohnt.

Tudor unterstreicht Titelambitionen

Cheftrainer Igor Tudor ballte die Faust zum Abpfiff. Mit dem Sieg setzt man schließlich Verfolger Beşiktaş mächtig unter Druck, dass heute auf Trabzonspor trifft. Und nutzt gleichzeitig den Patzer von Fenerbahçe aus. „Wir hätten in der ersten Halbzeit zwei oder drei Tore mehr erzielen können. Nach den Wechseln in der zweiten Halbzeit wurden wir besser“, fasste Tudor seine Eindrücke zusammen. Dass der Kroate noch den Schiedsrichter für den Elfmeterpfiff zum 2:2 kritisierte, hätte er sich allerdings nach solch einer Partie sparen können. Da gilt das gleiche, was wir an dieser Stelle auch schon zu Şenol Güneş und Aykut Kocaman geschrieben haben. Dem Trend zur Schiri-Schelte sollten die Trainer der drei türkischen Top-Teams nicht weiter folgen. Tudor hätte sich lieber auf den Siegeswillen seines Teams konzentrieren können, denn „wenn man so gewinnt, ist das unheimlich gut für das Selbstbewusstsein der Mannschaft“, wie der Übungsleiter feststellte. Dabei sollte man es belassen.

Der Wille entscheidet

Ein bisschen Lob muss man aber auch für das Offensivspiel der Gelb-Roten generell loswerden. 56 Ballberührungen allein im gegnerischen Strafraum sind top und der bis dato beste Werte für eine Mannschaft in dieser Saison. Auch das ist ein Grund, warum Galatasaray nunmehr seit elf Ligaspielen ungeschlagen ist. Bemerkenswert ist aber auch, dass die Truppe mit Maicon, Younes Belhanda, Tolga Ciğerci oder Feghouli neben dem Mittelstürmer Bafetimbi Gomis weitere Spieler hat, die solch eine Partie mit einem Tor entscheiden können. Belhanda war in vier Spielen an vier Treffern beteiligt, Tolga kommt bereits auf fünf Tore. Maicon ist mit drei erfolgreichen Abschlüssen der torgefährlichste Verteidiger der Liga. Diese Mischung aus Mannschaftsgeist und Willen ist es, die Galatasaray derzeit zum Favoriten auf den Titel macht. Und das man solche, fußballerisch nicht wirklich überzeugenden Partien doch noch gewinnt.

 

 


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