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Sonntag, der 19. November 2017

Alle Zahlen und Fakten zum Topspiel

Das Bilic-Syndrom hat wieder zugeschlagen. Galatasaray geht gegen Başakşehir unter. Während die Löwen über den Trainer diskutieren, erhebt der Coach auf der anderen Seite Anspürche auf den Titel. GazeteFutbol hat alle Stimmen und Statistiken zum Topspiel.

Von Tarik DEDE

Ist es der gute Trainer, der Galatasaray stark macht, oder sind es die gelungenen Transfers? Nach dem gestrigen Debakel gegen Başakşehir fällt die Antwort vielen leicht (zum Spielbericht). Igor Tudor kann kein Spiel lesen und wechselt dementsprechend schlecht bzw. spät aus, heißt es. Und da ist auch durchaus etwas dran. Und: Der bessere Trainer saß auf der Bank des Vizemeisters. Und auch an dieser Aussage gibt es nach dem gestrigen Abend wenig zu meckern. Tudor jedenfalls scheint ein Problem mit großen Teams zu haben. Seine Bilanz gegen Başakşehir, Beşiktaş, Fenerbahçe und Trabzonspor fällt ernüchternd aus. In sieben Partien gab es nur ein Remis, aber sechs Niederlagen. Das Torverhältnis: Ernüchternde 2:15. Manche fühlen sich an das letzte Jahr von Slaven Bilic bei Beşiktaş erinnert, wo das schlechte Coaching und die Schwäche in den Topspielen dazu führte, dass die Schwarz-Weißen den Titel auf den letzten Metern verspielten. Ähnlich könnte es für Galatasaray in dieser Saison laufen. Nach einem starken Start und tollem Offensivfußball baut das Team auch stark ab.

Ins offene Messer gelaufen

Dass das am Trainer liegen könnte, zeigte schon die Aufstellung. Tudor ließ ungewohnt mit Bafetimbi Gomis und Eren Derdiyok gleich zwei Angreifer in der Spitze starten. Warum er das bisher erfolgreiche System umstellte, bleibt sein Geheimnis. Auch Abdullah Avcı fand das überraschend, war aber auch darauf vorbereitet, wie er in der Pressekonferenz nach dem Spiel sagte. Sein Team hatte bisher jeden Gegner in der Liga dominiert und bestach durch schnelles Passspiel. Wer da zu offensiv auftritt, lief zumeist ins offene Messer – so wie die "Löwen" gestern. Viel offensichtlicher aber war etwas anderes: Galatasaray hat mehr als die Hälfte seiner Gegentore vor dieser Partie per Kopf kassiert. Avcı sagte nach dem Spiel, dass man deshalb unter der Woche Sonderschichten in Sachen Standards eingelegt habe, bis die Spieler „keinen Spaß“ mehr daran fanden. Das hat sich gelohnt, wie der wichtige Führungstreffer zeigte. Und Avcı setzte noch einen drauf: „Ja, wir spielen um die Meisterschaft mit“, bestätigte der frühere Nationaltrainer. Nach den B-Elf-Auftritten im Europapokal war es ohnehin jedem klar, dass der 54-jährige Übungsleiter nun nach dem Titel greift. Klar ist aber auch: Das war erst der 12. Spieltag. „Wir haben noch elf Partien bis zur Winterpause, wir haben eine ältere Mannschaft und wir müssen uns immer gut vorbereiten“, so Avcı.

Kehrt der "Imparator" zurück?

Sein Gegenüber Tudor verriet nach dem Spiel wenig über seinen Matchplan, übte Kritik an der Spielweise seiner Mannschaft und ließ vieles ungesagt. Im Netz schwollen derweil die Rufe nach einer Rückkehr von Fatih Terim an. Und auch die sogenannten Experten wie Ridvan Dilmen bliesen in dieses Horn: „Galatasaray sollte sofort Terim holen“, sagte der gewiefte Fenerbahçe-Anhänger vor laufenden Kameras. Die Gegenseite sollte aber nicht unerwähnt bleiben, wobei ein Kommentar eines Anhängers hervorstach: „Wollen wir wirklich jemanden zurückholen, der quer durch die Türkei fährt, nur um sich mit einem Döner-Imbiss-Betreiber zu prügeln?“ Diese Frage müssen sich die Löwenfans tatsächlich stellen. Klar ist: Mit einem Oldie fährt man nicht immer gut, wie das Beispiel des geistig erstarrten Mircea Lucescu bei der Milli Takım zeigt. Das Gegenbeispiel Jupp Heynckes zählt nicht wirklich, hat der doch den mit Abstand besten Kader seiner Liga zur Verfügung. Ob Tudor heute noch als Cheftrainer des Rekordmeisters einschlafen wird, muss man sehen. "NTV Spor" meldete jedenfalls, dass die Führungsriege des Vereins bereits nach der Partie den Entschluss zur Entlassung gefasst habe. Offiziell gab es bisher keine Meldung.

Mann des Spiels: Emmanuel Adebayor

Der Mann des Abends war auf jeden Fall Emmanuel Adebayor. Zum zweiten Mal gelang dem gebürtigen Togolosen ein Hattrick gegen die Löwen, zuletzt war das im April beim 4:0-Sieg der Fall. Der einstige beste Spieler Afrikas hat nur wenig von seiner früheren Klasse verloren! Und in seinem Windschatten verdiente auch Kerim Frei sein Lob. Der einst hochgehandelte Dribbler traf mit einer sehenswerten Einzelaktion zum 5:1 und machte sich so am Vorabend seines 24. Geburtstags das schönste Geschenk selbst! Er befindet sich möglicherweise auf dem Weg zur alten Stärke und hatte bereits zuvor in zwei Topspielen wichtige Treffer erzielt.

Manchmal passen die Stats nicht

Statistisch gesehen lag übrigens Galatasaray in fast allen Kategorien vorn: Balbesitz (56%), Passquote (82% zu 78%), Luftduelle (13:6) oder auch bei der Zahl der abgegebenen Schüsse (16 zu 5). Doch entscheidend ist, dass Başakşehir viel gefährlicher agierte, die besseren Passstaffetten zeigte und bei den Dribblings (14 zu 7) klar vorne lag. Insofern geben die reinen Zahlen hier nicht wider, dass der verdiente Sieger Başakşehir heißt und nun das Momentum für das Titelrennen auf seiner Seite hat. Beşiktaş als erster Verfolger des Spitzenduos wird sich übrigens freuen: Die verschenkten zwei Punkte gegen Akhisar sehen nun wie ein gewonnener Zähler aus (zum Spielbericht). Der Abstand zu Platz eins beträgt nur noch vier Zähler. Und auch von Galatasarays bemerkenswert gutem Torverhältnis ist nicht mehr viel übrig geblieben.

 

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