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Mittwoch, der 06. Juni 2018

Cengiz: „Kein Spieler ist unverkäuflich!“

Mustafa Cengiz hat für heute die Sanktionsplan der UEFA angekündigt. Um gut wirtschaften zu können, schließt der Galatasaray-Klubboss den Verkauf seiner Leistungsträger inzwischen nicht mehr aus.

Von Erdem UFAK

Die Kaderplanungen für die kommende Saison kann der amtierende türkische Meister noch nicht ernsthaft angehen. Erst wenn die UEFA ihre Sanktionierungen bekanntgibt, weiß man bei den Gelb-Roten woran man ist. Klar ist: Eine Europapokalsperre wird es laut Vereinspräsident Mustafa Cengiz nicht geben. Stattdessen soll mit der UEFA ein Vierjahresplan abgesteckt werden. „Wir werden mit der UEFA morgen [heute] eine Vereinbarung unterzeichnen, die über vier Jahre gehen wird. Die UEFA hat erstmals in ihrer Geschichte solch eine Vereinbarung vorgelegt. Das ist der Punkt, an dem Galatasaray und der türkischen Fußball inzwischen angekommen ist. Als wir das Amt antraten, war noch ein Europapokalausschluss im Gespräch", so Cengiz am Dienstag gegenüber der türkischen Presse. Details zum Vierjahresplan verriet der Klubboss noch nicht.

„Jeder Spieler hat seinen Preis!"

Dass die Meistermannschaft von Fatih Terim nach einer vor allem grandiosen Rückrunde Begehrlichkeiten in Fußball-Europa weckt, war zu erwarten. So werden Spieler wie Garry Rodrigues, Younes Belhanda und Sofiane Feghouli immer wieder mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. Einen Verkauf der Galatasaray-Leistungsträger schließt Cengiz inzwischen nicht mehr aus. Hier vertritt der Klubboss eine eher unternehmerische Philosophie. „Jeder Spieler hat seinen Preis und kann daher auch verkauft werden. So läuft es in diesem professionellen Business. Natürlich passiert so etwas immer in Absprache mit dem Trainerteam." Cengiz fügt hinzu: „Wir möchten nach wie vor eine Mannschaft zusammenstellen, die bis zum letzten Blutstropfen kämpft."

Versöhnliche Töne von Cengiz

Nette Worte fand der Galatasaray-Präsident zudem für die Erzrivalen. Gemeinsam mit Fenerbahce-Präsident Ali Koc werde man sich auf den Weg in eine bessere Zukunft machen. „Seitdem wir im Amt sind, gab es mit Fenerbahce sowieso keine Probleme. Wir waren mit zwanzig Funktionären im Fenerbahce-Stadion und wurden gut gehandelt, trotz des Unentschiedens. Auch Präsident [Aziz] Yildirim hat uns gratuliert. Das ist ein erster Anfang." Cengiz weiter: „Wir werden das in Zukunft weiter fördern und neben dem neu gewählten Fenerbahce-Vorstand auch Besiktas und Trabzonspor mit ins Boot nehmen. Alle wollen einen fairen Wettbewerb. Wir als Galatasaray werden keine herabwürdigenden Aktionen gegenüber unseren Rivalen tolerieren."

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