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Donnerstag, der 06. September 2018

Cengiz macht Hoffnung: Modeste im Januar?

Nachdem kein Ersatz für Topstürmer Bafetimbi Gomis verpflichtet werden konnte, erklärte Galatasaray-Klubchef Mustafa Cengiz, dass der missglückte Transferpoker nicht allein auf seine Kappe gehe.

Von Anil P. Polat

Zu Gast bei "TRT Spor" brachte Galatasaray-Präsident Mustafa Cengiz Licht in die Transferspekulationen während des Sommers. Dabei rankten sich nicht nur etliche Gerüchte bezüglich des Handels des Vorstands, man musste zudem auch viele kritische bis sichtlich enttäuschte Reaktionen der Anhängerschaft einstecken.

Akbaba-Transfer als Prestigefrage 

Auch die Personalie Emre Akbaba sei zu einer wahren psychologischen Bewährungsprobe geraten: „Die Verpflichtung von Emre avancierte zu einer echten Prestigefrage für uns. Was hätten die Menschen wohl gemacht, die uns die Todesstrafe erteilen, weil wir keinen weiteren Stürmer geholt haben, wenn wir Emre Akbaba nicht verpflichtet hätten? Unser Sponsor hat uns bei diesem Transfer sehr geholfen, aber auch ohne ihn hätten wir diesen Wechsel realisiert. Dieser Transfer war sehr wichtig für uns", so der 68-Jährige. 

Gomis wollte gehen 

Die Vereinsoberste der Gelb-Roten betonte überdies, dass es ausdrücklich Bafetimbi Gomis`Wunsch war, den Klub zu verlassen: „Der Trainerstab wollte Gomis nicht abgeben. So einen Druck gab es zu keiner Zeit. Gomis und sein Manager Mendy forderten von uns, den Vertrag zu verlängern und das Gehalt zu erhöhen oder Gomis zu verkaufen. Wenn es um einen 33-jährigen Spieler geht, dann muss ich als erstes daran denken, was das Beste für den Verein ist. Es gab in Gomis` Vertrag keine Klausel, wonach sich sein Kontrakt verlängert, wenn er 25 Treffer erzielt." 

Der Modeste-Fall 

Indes hatte Cengiz bezüglich Anthony Modeste Interessantes zu berichten: „Ich hatte kein Wissen darüber, dass Modeste auf dem Trainingsgelände in Florya war. Er kam nach Florya und uns wurde mitgeteilt, dass es ein juristisches Problem gäbe. Als ich mir die Transfersituation ansah, erkannte ich sogleich ein großes Risiko für den Verein. Damit meine ich eine Gefahr in Höhe von 25-30 Millionen Euro. Danach erhielten wir einen Brief, der besagte, dass wir sogar eine Klage erhalten werden, sollten wir Modeste nur mittrainieren lassen. 

Modestes Klub teilte uns klar mit, dass wir uns von dem Spieler distanzieren sollen. Wir sowie zwei weitere türkische Klubs haben dieses große Risiko aus diesem Grund gemieden. Hätten wir den Spieler geholt, hätte er in der Champions League gespielt. Wir haben mit dem TFF im Fall Modeste bereits gesprochen. Warum sollte Modeste nicht im Januar kommen?", sagte Cengiz. Der Transfer von Vagner Love sei hingegen an der Ablöseforderung (750.000 EUR) von Besiktas gescheitert.

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