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Montag, der 23. Januar 2017

Abschied von Ilhan Cavcav

Der türkische Fußball hat eine seiner größten Persönlichkeiten verloren. Im Alter von 81 Jahren und nach 37 Jahren als Vereinspräsident von Gençlerbirliği ist Ilhan Cavcav gestern in Ankara verstorben. Die Lücke, die er hinterlässt, wird nur schwer zu füllen sein.

Von Anil P. Polat

Er war die Galionsfigur des türkischen Hauptstadtklubs Gençlerbirliği Ankara. Am 4. Oktober 1935 erblickte Ilhan Cavcav in Ankara das Licht der Welt. Gestern am 22. Januar 2017 schloss Cavcav im Alter von 81 Jahren seine Augen wieder in seiner Geburtsstadt. Cavcav blickt auf ein bewegtes Leben und eine lange Karriere als Vereinspräsident zurück. Fast vier Jahrzehnte prägte und lenkte er die Geschicke von Gençlerbirliği. Mit seiner Jugendförderung und Transferpolitik drückte er der Süper Lig und dem türkischen Fußball einen Stempel auf, der lange Zeit nicht verblassen wird. 

Die fußballerischen Anfänge

Ilhan Cavcav erweckte im Alter von 16 Jahren das Interesse von Cici Nejdet, der ihn zu Mamak Maskespor holte. Dort begann in der Folge Cavcavs Fußballkarriere. Er spielte auf der Innenverteidigerposition. Drei Jahre später wurde ihm von seinem damaligen Verein PTT Ankara ein Profivertrag angeboten. Da er jedoch zeitgleich in einer Fabrik arbeitete, lehnte Cavcav diese Offerte ab und wechselte auf Amateurebene zu Bahçeli Gençlik Spor. Als er gleich in seinem ersten Spiel für Bahçeli auf seinen früheren Verein PTT traf und Bahçeli ihn nicht einsetzen wollte, mit der Begründung er könnte aus emotionaler Verbundenheit zu seinem alten Klub gehemmt sein, beendete Cavcav als Reaktion seine Karriere als Spieler im jungen Alter von 19 und widmete sich dem Geschäftsleben. 

Der Weg zum Vereinspräsidenten

Er verließ das Familienunternehmen und war als Geschäftsmann erfolgreich. Das führte ihn schließlich auch zurück zum Fußball. 1975 wurde er Präsident seines Gemeinde-Klubs Hacettepe. Nach dem Abstieg des Klubs legte er sein Amt nieder. 1977 führte sein Weg dann zu Gençlerbirliği. Unter dem damaligen Präsidenten Hasan Şengel bekleidete Cavcav einen Posten im Vorstand. Bereits Ende 1977, Anfang 1978 wurde er zum 22. Präsidenten von Gençlerbirliği gewählt. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit den damaligen Vorstandsmitgliedern unterbrach er seine Amtsperiode für einige Zeit. Endgültig zurück auf den Stuhl des Klubchefs kehrte er 1981. Von da an führte Cavcav Gençlerbirliği ununterbrochen bis zum seinem Tod. 

Aufstieg und Beginn einer erfolgreichen Epoche

Unter seiner Führung stieg Gençlerbirliği 1988 in die Süper Lig auf und gehört seither ohne Ausnahme zur höchsten türkischen Spielklasse. Was die Länge der Ligazugehörigkeit ohne Abstieg betrifft, liegt Gençlerbirliği in der ewigen Bilanz auf Platz fünf. Unter Cavcav erfuhr der Verein seine erfolgreichste Epoche. Gençlerbirliği gewann in der Ära Cavcav zweimal den türkischen Pokal (1988/89 und 2000/01). Zudem stand man dreimal im Pokal-Endspiel (2002/03, 2003/04 und 2007/08). Die Süper Lig schloss man in der Saison 2002/03 als Dritter ab. In der Saison 2003/04 sorgte Gençlerbirliği auch international für Aufsehen, als man das Achtelfinale des UEFA Cups erreichte. Dort unterlag man nach einem 1:0-Hinspielsieg, der viel Beachtung einbrachte, nach Verlängerung und Silver Goal 0:2 gegen den FC Valencia und schied nach großem Kampf und schönem Fußball knapp aus. (Grafik via AA)

Die Trainer unter Cavcav

Ilhan Cavcav arbeitete in seiner Laufbahn als Klubchef mit 42 Trainern zusammen, hier eine Liste dieser Übungsleiter: 

-Ruhi Yavuz (1977-78).
-Fehmi Baştüzel (1978-80).
-Mümtaz Tümer (1981).
-Mümtaz Tümer (1981). 
-Fehmi Baştüzel (1981).
-Enver Ürekli (1981).
-Teoman Yamanlar (1981-82).
-Kadri Aytaç (1982-83). 
-Tınaz Tırpan (1983-85).
-Erkan Kural (1985-86).
-Metin Türel (1986-87). 
-Hüsnü Macurni (1987). 
-Tınaz Tırpan (1987-88)
-Kadri Aytaç (1988) 
-İbrahim Aydın (1988) 
-Teoman Yamanlar (1988) 
-Erkan Kural (1988-89) 
-Gündüz Tekin Onay (1989) 
-Metin Türel (1990) 
-Josef Jarabinsk? (1990-91) 
-Aldoğan Argon (1991-92) 
-Battal Tokyay (1992) 
-Valery Nepomniachi (1992-93) 
-Kurban Berdiyev (1993) 
-Agusto Palacios (1994) 
-Zafer Göncüler (1994) 
-Metin Türel (1994-95) 
-Georges Heylens (1995-96) 
-Metin Türel (1996) 
-Sadi Tekelioğlu (1996-97) 
-Teoman Yamanlar (1997) 
-Luka Peruzovi? (1997) 
-Yılmaz Vural (1997-98) 
-Karol Pecze (1998-2000) 
-Samet Aybaba (2000-01) 
-Hasan Gül (2001) 
-Walter Meeuws (2001) 
-Erdoğan Arıca (2001-02) 
-Ersun Yanal (2002-04) 
-Erdoğan Arıca (2004) 
-Oğuz Çetin (2004) 
-Ziya Doğan (2004-05) 
-Mesut Bakkal (2005-07) 
-Fuat Çapa (2007) 
-Reinhard Stumpf (2007) 
-Bülent Korkmaz (2007-08) 
-Mesut Bakkal (2008) 
-Samet Aybaba (2008-09) 
-Thomas Doll (2009-10) 
-Ralf Zumdick (2010-11) 
-Mustafa Kaplan (2011) 
-Giray Bulak (2011) 
-Fuat Çapa (2011-13) 
-Metin Diyadin (2013) 
-Mehmet Özdilek (2013)
-İrfan Buz(2014)
-Mesut Bakkal(2014)
-Stuart Baxter (2015)
-Mehmet Özdilek (2015)
-İbrahim Üzülmez (2016
-Ümit Özat (2016) 

Heute fand Cavcavs Beerdigung im Rahmen einer Gedenkzeremonie statt, der neben Familie und Freuden, Vorstandsmitgliedern auch Größen des türkischen Fußballs wie TFF-Präsident Yıldırım Demirören, der Präsident der Klub-Vereinigung, Göksel Gümüşdağ oder Galatasaray-Präsident Dursun Özbek beiwohnten, um nur einige zu nennen. Sein Sohn Murat Cavcav wurde vor einigen Tagen zum Vertreter seines Vaters und Vizepräsidenten bestellt. Ob er die Vereinsführung übernimmt oder es zu Neuwahlen kommt, ist bisher nicht bekannt. Unabhängig wer die Nachfolge antreten mag, es wartet ein großes Vermächtnis und sehr große Fußstapfen, die ausgefüllt werden möchten. 

Unvergessliche Zitate von Ilhan Cavcav:

„Ich kann nicht sagen, dass Ibrahim Üzülmez letztes Jahr nicht erfolgreich war. Aber in dieser Saison wird er einfach nicht satt. Weder was Transfers betrifft, noch was Geld angeht." 

„Heute bin ich 80 geworden. Es gibt keinen Fleck mehr, an dem ich nicht geküsst worden bin. Der Grund hierfür ist, dass ich diesem und jenem, dass ich den Menschen stets geglaubt und Vertrauen geschenkt habe. Ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass ich mich ändern muss." 

„Wenn mir der türkische Verband heute ein Diplom aushändigen würde, würde ich als sehr guter Trainer an der Seitenlinie stehen. Ich bin sehr gut in der Lage zu sagen, wo welcher Spieler am besten spielt und was taktisch gemacht werden muss. Hierfür bin ich absolut fähig." 

„Ich habe vier Trainer ausgewechselt. Der Fünfte kommt. Wenn es sein muss, tausche ich 17 Trainer für den Erfolg des Vereins aus. Der Trainer, der seine Aufgabe erfüllt, bekommt von mir eine Krone aufgesetzt.." 

„Ich hätte für Sabri höchstens 800.000 Lira bezahlt. Das ist sein wahrer Wert. Die 800.000 Lira hätte dazu noch in drei Raten aufgeteilt. 33 Prozent hätte ich direkt ausgezahlt, 33 Prozent monatlich und 33 Prozent als Auflaufprämie pro Spiel."

„Ich habe Gökhan Gönül für 1,25 Millionen Euro an Fenerbahçe verkauft. Fragt ruhig Ali Şen. Kurz nachdem sie das Zimmer verlassen haben, hat Adnan Polat angerufen und mir 1,75 Millionen Euro geboten. Ich habe ihm gesagt, lieber Adnan ich habe mein Versprechen gegeben. Egal ob es 500.000 oder 1.500 sind, ich stehe zu meinem Wort." 

„Ich habe den Spielern ein Verbot erteilt, mit Bart Spiele zu bestreiten. Ist das hier die Imam Hatip Schule oder was?" 

Stumpf kam eines Tages zu mir und sagte, dass unsere Spieler alle zu klein seien. Ich entgegnete: Was erwartest Du von mir, dass ich sie alle größer mache? Es ist doch keine Transferphase, dass ich für Dich 1.85 Meter große Spieler finden kann. Und so haben wir uns von Stumpf getrennt."

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