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Mittwoch, der 12. April 2017

Top-Teams schreiben weiter hohe Verluste

Trabzonspor, Galatasaray und Fenerbahçe schreiben auch nach neun Monaten in diesem Geschäftsjahr hohe Verluste. Eine Wende ist derzeit nicht in Sicht, während Beşiktaş erstmals seit Jahren auf einen Gewinn zusteuert. GazeteFutbol analysiert die aktuelle Lage.

Von Tarik DEDE

Die vier börsennotierten Süper Lig-Vereine Beşiktaş, Fenerbahçe, Galatasaray und Trabzonspor haben ihre Finanzzahlen für die ersten neun Monate (Juni 2016 bis Februar 2017) im aktuellen Geschäftsjahr vorgelegt. Fangen wir mit den positiven Dingen an. Demnach steuert zumindest ein Klub aus der Krise. Nachdem Meister Beşiktaş noch vor wenigen Jahren kurz vor der Pleite stand, zahlt sich nun der Konsolidierungskurs von Präsident Fikret Orman aus. Die Schwarz-Weißen haben für die ersten neun Monate einen Nettogewinn von 3 Millionen Lira ausgewiesen. In den neun Monaten im vorherigen Geschäftsjahr 2015/16 stand noch ein Minus von -48,3 Millionen Lira zu Buche. Die Fortschritte in den Ergebnissen gehen einher mit dem sportlichen Erfolg und der Teilnahme an der Champions League, aber auch der Reduzierung der Kosten für den Profi-Kader. Zudem konnte der Klub im vergangenen Sommer einen Transferüberschuss ausweisen. In diesem Zuge sind auch die Einnahmen kräftig um 41,4 Prozent auf 403,7 Millionen Lira gestiegen. Somit könnte der Verein im vollen Geschäftsjahr 2016/17 (endet im Mai) erstmals seit Jahren einen Gewinn ausweisen. Da nun noch die Einnahmen aus dem Europa League-Viertelfinale hinzukommen, dürfte es daran kaum noch einen Zweifel geben.

Fanaufkommen: Galatasaray und Fenerbahçe stürzen ab

Hinzu kommt, dass Beşiktaş den höchsten Zuschauerschnitt in der Liga hat. In der Rückrunde kommen die "Adler" auf einen Zuschauerschnitt von 29.190 und liegen damit knapp vor Trabzonspor mit 27.410, aber klar vor der lokalen Konkurrenz. Bei Galatasaray (18.170) und Fenerbahçe (12.230) liegt das Fanaufkommen klar unter den Vorjahreswerten. Die unter den Erwartungen liegenden sportlichen Leistungen sowie der Dauerclinch mit den beiden Präsidenten Dursun Özbek und Aziz Yıldırım dürfte der Hauptgrund für die sinkenden Zuschauerzahlen sein. Im Vergleich mit den Top-Fünf-Ligen Europas liegen die vier Vorzeigevereine übrigens bei der Auslastung weit hinten wie diese Auswertung von "Futbol Verileri" zeigt.

Und die sind auch ein Grund, warum es tiefrote Ergebnisse bei den drei anderen türkischen Topvereinen gibt. So kommt Galatasaray auf einen Verlust von -240 Millionen Lira für die ersten neun Monate. Besser, aber nicht gut läuft es für Fenerbahçe mit -113 Millionen Lira sowie für Trabzonspor, das nach neun Monaten auf ein Minus von -58 Millionen Lira kommt. Der Überblick der Nettoergebnisse (Gewinne/Verluste) der Top Vier:

Beşiktaş +3 Mio. TL
Galatasaray -240 Mio. TL
Fenerbahçe -113 Mio. TL
Trabzonspor -58 Mio. TL

Bekommt Cimbom die nächste UEFA-Sperre?

Besonders bitter läuft es für den Rekordmeister. Zwar konnte man die Schulden leicht durch die Vereinbarung zum Grundstück in Florya reduzieren, dennoch gingen die Einnahmen insgesamt um 37,7 Prozent auf 243,6 Millionen Lira zurück. Der Verlust ist also fast so hoch wie der Umsatz. Neben den sinkenden Spieltagseinnahmen fehlt dem Klub natürlich auch das Geld aus dem Europapokal. Die Frage ist nun, ob Galatasaray erneut eine Sperre bekommt. Dursun Özbek hatte zuletzt gesagt, dass der Verein nichts zu befürchten habe. Glauben sollte man das nicht unbedingt. Retten könnte Galatasaray, dass man einen Teil der Verbindlichkeiten auf Währungsverluste schieben kann. Aber selbst im Bericht der UEFA wird darauf hingewiesen, dass der Klub sich darauf hätte einstellen können. Die Lira hat sich schließlich binnen vier Jahren halbiert im Wert gegenüber Euro und Dollar, in denen Galatasaray ja die Gehälter zahlen muss. Man hatte also im Prinzip genug Zeit, dem beispielsweise mit mehr eigenen Jugendspielern entgegenzuwirken, heißt es in dem Report. Wie die UEFA entscheiden wird, wird man in den nächsten Wochen erfahren.

Verschmerzbare Verluste

Fenerbahçe, das ebenfalls Auflagen der UEFA erhalten hat, dürfte noch einmal davonkommen. Zum einen stehen den Schulden des Klubs hohe Vermögenswerte – vor allem Immobilien – gegenüber. Zum anderen sind die Verluste verschmerzbar. Der Umsatz der "Kanarienvögel" ging übrigens nur um knapp 13 Prozent auf 349,7 Millionen Lira zurück. Auch hier steht der Verein deutlich besser da als der Erzrivale. Bei Trabzonspor sind die Verbesserungen dagegen trotz des Verlustes in Höhe von -58 Millionen Lira deutlich sichtbar. Hier lag man in den vergangenen Jahren immer im deutlich dreistelligen Millionenbereich. Da nun mit dem neuen Stadion auch die Zuschauer wieder zurückkehren und zudem der sportliche Erfolg da ist, sollten sich die Zahlen zum Geschäftsjahresende hin noch leicht verbessern.

Beşiktaş: Wertvollster Verein

Beşiktaş hat übrigens durch den sportlichen Erfolg ein Novum geschafft. Nachdem der Klub wie die Konkurrenten Anfang der Nullerjahre den Gang an die Börse gewagt hatte, liegt man in diesem April beim Börsenwert erstmals vor Galatasaray und Fenerbahçe. Das gab es noch nie und ist in aller erster Linie auch eine Folge des sportlichen Erfolgs der Mannschaft. Die erneute Teilnahme an der Champions League-Gruppenphase dürfte die aktuelle Vormachtstellung auch auf dem Börsenparkett untermauern.


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