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Donnerstag, der 04. Mai 2017

FFP: Die UEFA-Auflagen der Top-Teams

Zum Saisonende hin wird in der Süper Lig gezittert. Alle vier Topvereine haben Auflagen der UEFA im Rahmen des Financial Fair Play erhalten. Gazetefutbol analysiert den Stand der Dinge.

Von Tarik DEDE

Bei Vorlage der Neunmonatszahlen der Topvereine lief es den Betrachtern kalt den Rücken herunter. Während mit Beşiktaş wenigstens ein Klub schwarze Zahlen geschrieben hat, meldeten Trabzonspor, Galatasaray und Fenerbahçe hohe Verluste (ausführlich hier). Dazu kommen überall hohe Schulden; Beşiktaş meldete jüngst Bruttoverbindlichkeiten von 1,76 Milliarden Lira, also etwa 454 Millionen Euro (per Ende März). Bei der Konkurrenz sieht es nicht viel besser aus, Galatasaray hat gar einen höheren Schuldenberg. Das alles hat aber in erster Linie wenig mit den Auflagen der UEFA hinsichtlich des Financial Fair Play zu tun. Da muss man bei jedem Klub ohnehin eine individuelle Analyse vornehmen.

Die Lage bei Fenerbahçe

Bis zur Saison 2019/20 darf der Klub kein Transferminus machen. Insofern steht fest, dass der aktuelle Tabellendritte Spieler verkaufen muss, um neue einzukaufen. Als heißester Verkaufskandidat gilt Simon Kjaer. An dem Innenverteidiger sind etliche ausländische Klubs dran, er würde eine zweistellige Millionensumme einbringen. Doch auch viele kleine Verkäufe könnten Raum für Verpflichtungen schaffen. Leihspieler wie Jeremain Lens fallen übrigens nicht unter diese Auflage. Dazu muss Fenerbahçe ab der Saison 2017/18 seine Gewinn- und Verlustrechnung in den Griff bekommen. Ab der kommenden Spielzeit darf das Minus 10 Millionen Euro nicht überschreiten, ansonsten droht eine Europapokalsperre. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahr 2016/17 lag der Nettoverlust bei -113 Millionen Lira, also rund 29,3 Millionen Euro. Hier muss also im nächsten Geschäftsjahr noch nachgearbeitet werden, um eine Sperre zu verhindern.

Die Lage bei Galatasaray

Die Löwen haben keinerlei Auflagen hinsichtlich Transfers. Man muss also keine Spieler verkaufen, um Neue verpflichten zu können. Zumal mit Lukas Podolski schon ein Abgang feststeht, der die Kasse füllt. Allerdings hat die UEFA dem Klub eine Obergrenze für den Spieleretat auferlegt. Diese liegt bei 65 Millionen Euro und beinhaltet alle Kosten für Spieler und Trainerstab. Neben dem regulären Gehalt fallen hier auch Steuern, Prämien oder auch Dienstwagen hinein. Ob Galatasaray dieses Kriterium einhalten wird können, wird man sehen. Eine genaue Analyse ist für Außenstehende kaum möglich, da nur ein Teil der Zahlungen bekannt sind. Daneben hatte die UEFA die Auflage gemacht, innerhalb von drei Jahren maximal 30 Millionen Euro an Verlusten anzuhäufen. Nach neun Monaten in diesem Geschäftsjahr liegt man bei -117 Millionen Lira, also rund -62 Millionen Euro. Im vierten Quartal muss also was passieren. Mit den Immobilien-Deals hat der Klub entsprechende Vorhaben eingeleitet, die nun auch im laufenden Quartal verbucht werden müssen. Präsident Dursun Özbek hatte jedenfalls gesagt, dass es keine Probleme mit den Auflagen gebe. Derzeit verhandelt der Verein über eine neue Vereinbarung mit der UEFA:

Die Lage bei Beşiktaş

Dem Meister wurden bis zur Saison 2018/19 Auflagen auferlegt. Bis dahin darf der Verein keinerlei Transferminus einfahren, was ihm bisher auch gelungen ist. Insofern gilt auch diesen Sommer: Beşiktaş muss wie Fenerbahçe Spieler verkaufen, um neue Akteure holen zu können. In dieser und den nächsten beiden Saison dürfen die Adler übrigens maximal ein Minus von jeweils 10 Millionen Euro einfahren. Nach neun Monaten wies man einen Nettogewinn von 3 Millionen Lira aus. Hier ist also alles im grünen Bereich. Der Klub selbst hat sich das Ziel gesetzt, binnen drei Jahren einen Großteil der Schulden abzubauen. Es wurde aber auch klipp und klar gesagt: dies wird nur möglich sein, wenn man sich stets für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Für die kommende Saison sieht es derzeit ganz gut aus, fünf Spieltage vor Saisonende ist aber noch nichts in trockenen Tüchern.

Die Lage bei Trabzonspor

Die Auflagen der UEFA gelten für die Schwarzmeertruppe bis zur Saison 2018/19. Es gibt keine Transferauflagen. Allerdings darf man nicht mehr als 70% der Einnahmen für den Spieleretat ausgeben. Angesichts der vielen Zu- und Abgänge in den beiden jüngsten Perioden sowie den steigenden Einnahmen durch den sportlichen Erfolg und das neue Stadion dürfte dies gelungen sein. Aus den jüngst vorgelegten Zahlen lässt sich das aber nicht detailliert herauslesen. Generell hat man finanziell Fortschritte gemacht. Nach neun Montan lag der Nettoverlust bei -58 Millionen Lira und damit etwa halb so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Finanziell muss Trabzon weiter gut haushalten, immerhin macht man Fortschritte.

 


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