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Donnerstag, der 07. September 2017

Drei neue Fußballstadien für Izmir!

Izmir hat mit Göztepe nun endlich wieder einen Erstligisten. Ein vorzeigbares Stadion gibt es aber nicht in der Millionen-Metropole. Das soll sich nun ändern, am Wochenende ist die Grundsteinlegung für gleich drei Arenen geplant.

Von Tarik DEDE

Mehr als ein Jahrzehnt lang war Izmir die größte Stadt Fußballeuropas ohne eigenen Erstligisten. Inzwischen sind die mehr als 4 Millionen Bewohner der Ägaismetropole diesen ungeliebten Titel wieder los. Mit Göztepe SK ist einer der tradtionsreichsten Klubs der Stadt der Aufstieg in die Süper Lig gelungen. Ein Dauerthema hat die Metropole aber noch. Abgesehen vom kleinen Yeni Buca-Stadion gibt es keine moderne Arena im gesamten Großraum. Das soll sich nun möglichst schnell ändern. Denn ein Erstligist, ein Zweitligist und etliche traditionsreiche Dritt- und Viertligisten benötigen moderne Heimstätten. Denn auch ohne Erstligafußball war der Kick um das runde Leder immer die Sportart Nummer eins in Izmir. Hier wurde übrigens überhaupt zum ersten Mal auf türkischen Boden moderner Fußball gespielt. Und zwar noch bevor in Istanbul die berühmten Stadtmeisterschaften in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg stattfanden

Grundsteinlegung am Sonnabend

Nun soll am 9. September der offizielle Startschuss für den Bau von drei Arenen fallen, wie Nüammer Uslu, in der Provinz für die Jugend und den Sport zuständig, mitteilte. In Alsancak, Göztepe und in Karşıyaka werden drei moderne Fußballstadien entstehen. Die Grundsteinlegung am kommenden Sonnabend wird im Beisein von Ministerpräsident Binali Yıldırım erfolgen. Das dies am 9. September geschieht ist übrigens kein Zufall. An diesem Tag im Jahr 1922 marschierte die türkischen Truppen im Rahmen des Befreiungskriegs in Izmir ein und befreiten somit die letzte von Griechen besetzte Stadt der modernen Türkei.

Alsancak-Stadion: Hier handelt es sich quasi um heiligen Fußballboden. In Alsancak hat schon Republikgründer Mustafa Kemal Atatürk ein Spiel von Altay, dem ältesten Fußballverein der Stadt, mitverfolgt. Und hier wurde am 21. Februar 1959 auch das erste offizielle Spiel in der Süper Lig angepfiffen. Özcan Altuğ traf damals für Izmirspor zum Ligaauftakt gegen Beykoz und erzielte somit das allererste Tor der Ligahistorie (Hier geht es zu den Rekorden und Meilensteinen der Süper Lig). Das alte Stadion war schon zur Saison 2014/15 nicht mehr genutzt worden, da es als nicht erdbebensicher eingestuft wurde. 2015 folgte dann der Abriss. Das neue Stadion wird eine Kapazität von 14.000 Plätzen haben.

Gürsel Aksel Spor ve Sağlıklı Yaşam Merkezi: Hier entsteht ein Neubau mit einer Kapazität von 20.035 Plätzen. Die staatliche Baugesellschaft TOKİ wird diesen Komplex für geschätzte 218,9 Millionen Lira erstellen. Als Ziel hat man die Fertigstellung binnen 700 Tagen, also nicht ganz zwei Jahren, ausgegeben. Im Stadion soll ein Museum, ein Food Court und eine Welt für Kinder integriert sein. Zudem sollen auf dem Dach des Stadions Laufwettbewerbe stattfinden können.

Karşıyaka-Stadion: Hier sollte eigentlich schon 2014 eine neue Arena errichtet werden. Nun wird ein neuer Anlauf genommen. Die Kapazität liegt bei lediglich 15.000 Zuschauern. Es wird dann die Heimstätte von Karşıyaka SK sein, dem Klub nördlich der Bucht.

Besser ein großes Stadion?

Grundsätzlich sind das gute Nachrichten für die Stadt. Schade ist allerdings, dass es kleine Stadien sind. Eine Stadt mit dieser Begeisterung und dieser Menge an Menschen hätte eine große Arena verdient. Im Rahmen der Kandidatur für die Europameisterschaft 2016 war noch eine 50.000-Mann Arena geplant, deren Pläne jedoch mit dem Zuschlag für Frankreich auf Eis gelegt wurden. Im alten Atatürk-Stadion fanden bereits größere Veranstaltungen wie die Mittelmeerspiele statt. Und auch für ein Supercup-Duell oder ein Pokalfinale sind die neuen Arenen zu klein. Man muss sich mal vorstellen: Als es im alten Atatürk-Stadion am 18. Mai 1981 zum Lokalderby zwischen Göztepe und Karşiyakaspor kam, wurden 67.696 Tickets verkauft. Im Stadion sollen damals mehr als 80.000 Menschen gewesen sein. Es gilt bis heute als eines der am besten besuchte Zweitligafußballspiele aller Zeiten. Auf solch eine Kulisse muss Izmir nun wohl noch länger warten.


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