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Freitag, der 08. September 2017

Antalyaspor: Transferzeit, Krisenzeit

Es ist praktisch schon eine Tradition geworden. In jeder Transferperiode stiftet Samuel Eto`o Unruhe und drängt auf einen Wechsel. Neuzugang Samir Nasri sorgt ebenfalls für etwas Drama am Mittelmeer.

Von Anil P. Polat

Halbjährlich grüßt das Murmeltier. So könnte man die Personalprobleme von Antalyaspor mit seinem Stürmerstar Samuel Eto`o auch beschreiben. Der 118-malige Auswahlspieler Kameruns äußerte einmal einen Wechselwunsch und brachte dabei insbesondere Trainer Rıza Çalımbay auf die Palme: „Es ist jede Transferphase das gleiche. Jedes Mal bringt Eto`o Unruhe in die Mannschaft. Unser Vorstand wird dieses Problem hoffentlich schnell lösen", brachte der 54-Jährige seinen Unmut zum Ausdruck. 

Krisenherd: Eto`o will mehr Geld 

Dabei möchte Eto`o nicht unbedingt den Verein verlassen und sich Teams wie Beşiktaş oder Fenerbahçe anschließen, mit denen er in der Vergangenheit oft in Verbindung gebracht wurde. Nein, primär geht es ihm gegen den Strich, dass Neuverpflichtung Samir Nasri mit seinen vier Millionen Euro Jahressalär mehr verdient als der kamerunische Kapitän der „Skorpione". Eto`o pokert mit seinen 36 Jahren um mehr Geld. Ein Wechsel zu dieser späten Phase der Transferperiode ist ohnehin nahezu ausschließbar.   

Nasri bringt Çalımbay zur Weißglut 

Fakt ist: Das Jahreseinkommen von Samir Nasri hat das Gehaltsgefüge bei Antalyaspor gesprengt und so scheinbar auch das Wohlbefinden von Eto`o empfindlich gestört. Zeitnah soll es daher sowohl einen Krisengipfel mit Präsident Ali Şafak Öztürk als auch ein weiteres Krisengespräch mit Trainer Rıza Çalımbay und einem Dolmetscher geben. Der für die Unruhe indirekt verantwortliche Samir Nasri wollte das Mannschaftstraining heute abbrechen und schob eine Verletzung vor. Der 30-jährige Franzose sah sich allerdings schnell Coach Çalımbay gegenüber, der seinen neuen Spieler sichtlich erregt ein paar Takte erzähte vor dem wichtigen Ligaspiel am Sonntag (10. August) gegen Galatasaray.

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