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Samstag, der 23. Juni 2018

Schulden erreichen neues Rekordhoch

Die Aushängeschilder des türkischen Fußballs, Beşiktaş, Fenerbahçe, Galatasaray und Trabzonspor haben einen schier unwirklichen Schuldenberg angehäuft.

Von Anil P. Polat

Die Schulden der vier großen türkischen Klubs Beşiktaş, Fenerbahçe, Galatasaray und Trabzonspor haben ein erschreckendes neues Niveau erreicht. Betrugen die Verbindlichkeiten der vier Vereine 2012 zusammen noch 2,06 Milliarden TL (circa 377,5 Millionen Euro) sind die Schulden innerhalb von fünf Jahren bis Ende 2017 um 278 Prozent auf über 7,17 Milliarden TL (rund 1,314 Milliarden Euro) angestiegen. 

Schwache Lira bricht Klubs das Genick 

Den größten Schuldenberg hat dabei Rekordmeister Galatasaray mit 2,58 Milliarden TL (circa 472,8 Millionen Euro) zu verzeichnen. Gefolgt von Beşiktaş mit 1,88 Milliarden TL. Obwohl den Schwarz-Weißen in den vergangenen zwei, drei Jahren vorbildliches Wirtschaften attestiert wurde und man auch Gewinne einfuhr, nahm die Verschuldung dennoch zu. Hauptgrund hierfür ist der Währungsverlust der türkischen Lira zum Euro und zum Dollar. Die schwache türkische Währung und der problematische Wechselkurs trafen alle Vereine hart, da fast alles Kredite, Zinsen und Spielergehälter in Fremdwährung bezahlt werden, aber die Einnahmen meist nur in Lira generiert werden. Fenerbahçe schloss das Jahr 2017 mit 1,75 Milliarden TL (circa 320,7 Millionen Euro) Schulden ab, während es bei Trabzonspor 948,4 Millionen TL (circa 173,8 Millionen Euro) waren. Unter diesen Umständen sind weitere Probleme mit der UEFA im Rahmen des finanziell Fair Plays auch in Zukunft nahezu unausweichlich. (Grafik via „Ismail Şayan“)

 

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