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Sonntag, der 16. April 2017

Enes & Ferdi: Türkisches Duo rockt die Ehrendivision!

Politisch herrscht zwischen den Niederlanden und der Türkei Eiszeit. In Sachen Fußball aber erobern zwei türkische Profis in der Ehrendivision die Sympathien der Fans. Enes Ünal und Ferdi Kadıoğlu lassen aber auch die Herzen der türkischen Fans höher schlagen.

Von Tarik DEDE

Es war eigentlich kein besonderes Spiel. Der Europa League-Aspirant Twente Enschede empfing am Sonnabend den Tabellensiebzehnten NEC Nijmegen in der Ehrendivision. Der Gastgeber wurde seiner Favoritenrolle gerecht und fertigte den Abstiegskandidaten mit 3:0 ab. Für viele türkische Fans war das Match im De Grolsch Veste-Stadion aber wie ein Blick in die Zukunft des türkischen Fußballs. Bei Twente konnte sich einmal mehr Enes Ünal auszeichnen. Die Leihgabe von Manchester City war mit zwei Toren und einer Torvorlage der Mann des Spiels. Seinen zweiten Treffer feierte der 19-jährige Angreifer im Stile seines Jugendklubs per Krokodils-Gang. So etwas hatte man in den Niederlanden wohl noch nie gesehen. Der Nationalspieler und Mädchenschwarm hat in seinen 30 Pflichtspielen in dieser Saison nunmehr 17 Treffer erzielt und drei aufgelegt. Es ist seine bisher beste Saison und damit steht Enes Ünal hinter Feyenoords Nicolai Jörgensen (19 Tore) und Ricky van Wolfswinkel von Vitesse Arnheim auf Platz drei der Torjägerliste der Ehrendivision.

Im Fokus des TFF

Auf der anderen Seite stand an diesem Abend mit Ferdi Kadıoğlu ein weiterer, aber noch jüngerer Hoffnungsträger des türkischen Fußballs. Er konnte sich diesmal nicht in Szene setzen, allerdings ist der Mittelfeldspieler erst 17. Und ob er seine Zukunft in der türkischen Nationalelf sieht, ist ebenfalls völlig offen. Bisher jedenfalls lief der Junge aus Arnheim, der seine Ausbildung unter anderem beim Zweitligisten FC Oss genoss, für die Junioren-Auswahlteams des KNVB auf. Der Koninklijke Nederlandse Voetbal Bond dürfte alles tun, damit nach Oğuzhan Özyakup nicht ein weiterer Hoffnungsträger an den TFF fällt. „Ozzy“ hatte sich als Kapitän der niederländischen U19 für das Land seiner Eltern entschieden. Doch bei Kadıoğlu liegen die Dinge ohnehin etwas anders. Sein Vater stammt aus der Türkei, seine Mutter ist in Kanada geboren.

 

Der jüngste Liga-Torschütze Hollands

In seinen 23 Einsätzen, oftmals als Ergänzungsspieler, kommt Ferdi Kadıoğlu bisher auf vier Tore und drei Assist. Allerdings war sein erster Treffer am 30. Oktober 2016 gegen den FC Utrecht ein bemerkenswerter. Denn damit löste Ferdi Kadıoğlu den früheren Nationalspieler Jan Peters als jüngsten Torschützen in der Geschichte der Ehrendivision ab. „Ein Traum ist wahr geworden“, sagte Kadıoğlu nach seinem Premierentor. Peters Bestmarke hielt übrigens seit 1971. Zudem hatten bisher nur zwei Spieler vor ihrem 18. Lebensjahr vier Ligatore auf ihrer Habenseite stehen: Ruud Gullit und Johan Cruyff. Solche Statistiken und Vergleiche lassen natürlich die Erwartungen steigen, aber derzeit sind sie nur Statistiken. Noch ist aus dem jungen Mann kein gestandener Profi oder gar Star geworden. Dennoch wird er in den Niederlanden bereits in höchsten Tönen gelobt. Das mag auch daran liegen, dass so mancher Journalist nach den zuletzt ernüchternden Auftritten der A-Nationalelf, die die EURO 2016 verpasste und schlecht in die WM-Qualifikation gestartet ist, sich nun mehr auf die kommende Generation fokussiert. Und da hat Holland mit Ferdi Kadıoğlu und Justin Kluivert, dem Sohn des früheren Ajax- und Barca-Stars Patrick Kluivert, sein Traum-Duo gefunden. Ende März erst sorgten die beiden für den Sieg in der U19 im WM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine. Beim 2:0 trafen sowohl Kadıoğlu als auch Kluivert.

Trabzonspor oder Ajax?

Die Auftritte des jungen Mannes wecken jedenfalls Begehrlichkeiten. Die niederländische und die türkische Presse hatte zuletzt über Annäherungsversuche von Trabzonspor berichtet. Doch die Familie hat wohl andere Pläne. In einem Interview lobte Kadıoğlu den Stil von Ajax Amsterdam. Der niederländische Traditionsklub spielte erst am Donnerstag mit einer jungen Elf (vier Teenager, keiner über 27) Schalke 04 an die Wand und ließ beim 2:0-Erfolg dem Bundesligisten keine Chance. In den Niederlanden werden die Aussagen Kadıoğlus jedenfalls als klares Signal gedeutet, dass der Kanada-Türke in der nächsten Saison bei Ajax spielen wird. Das bedeutet aber nicht, dass das "K&K"-Duo künftig auch eine Achse im Team Oranje bildet. Kadıoğlu jedenfalls betonte nach seinem Treffer gegen Utrecht, dass er sich besonders freue, weil die Verwandten aus der Türkei just an diesem Tag im Stadion gewesen seien. Die Milli Takım könnte also durchaus irgendwann auf das Duo Enes und Ferdi setzen!

 


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