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Dienstag, der 06. Juni 2017

Arda Turan attackiert Journalisten

Nationalmannschaftskapitän Arda Turan soll während des Fluges der türkischen Auswahl von Skopje nach Triest einen Journalisten angegriffen und lautstark beleidigt haben. GazeteFutbol schildert die Hintergründe.

Von Anil P. Polat

Direkt nach dem enttäuschenden 0:0-Testspielresultat der Türkei gegen Mazedonien (zum Spielbericht) ereignete sich auf dem Rückflug der türkischen Mannschaft von Skopje ins italienische Triest an Bord der türkischen Maschine ein Eklat. Wie diverse anwesende Pressevertreter übereinstimmend auf ihren Social Media-Accounts berichten, geriet Milli Takım-Kapitän Arda Turan zunächst in ein Wortgefecht mit dem Journalisten Bilal Meşe. Der Grund für den Streitausbruch waren die Prämienzahlungen beziehungsweise vermeintlichen Forderungen der Spieler vor der EURO 2016. 

Handgreiflichkeiten und Beleidigungen 

Diese Thematik hatte vor allem Arda Turan und einige mit ihm eng befreundete Nationalmannschaftkollegen schwer belastet. Turan warf Meşe vor, ihn mit seinen haltlosen Anschuldigungen denunziert zu haben: „Sag schon, warst Du damals da? Warst Du mit uns zusammen, dass Du über Prämienvergaben geschrieben hast. Von wem sollen wir Geld gefordert haben? Wer hat Dich in dieses Flugzeug gelassen? Los sprich schon. Jetzt sind die Personen alle anwesend. Eher beende ich meine Karriere, als dass ich meine Ehre und meine Familie beschmutzen lasse. Solche Nachrichten kannst Du nicht veröffentlichen. Wer sagt Dir das alles?  Dein Chef Yıldırım Demirören. Ist Dein Chef nicht der Präsident des TFF? ", soll Turan gebrüllt und dann Meşe und die angesprochenen Personen sehr heftig beschimpft haben. Da die Gemüter sich aber nicht beruhigten, soll Turan schließlich sogar Meşe am Hals gepackt und gewürgt haben. Der 97-malige türkische Nationalspieler sei nur mit viel Mühe von Meşe zu trennen gewesen, berichten türkische Medienorgane. 

Turan erklärt sein Verhalten via Social Media 

Turan postete bereits um etwa 5:00 Uhr morgens ein Statement über seinen Instagram-Account. GazeteFutbol fasst die Kernaussagen zusammen: „Dies ist keine Rechtfertigung, sondern dient nur Informationszwecken. Wenn Ihr morgen aufsteht, werdet Ihr höchstwahrscheinlich die Nachrichten sehen. All die Kritik, die Verurteilungen, die Kolumnen, die gegenseitige Unterstützung und die Pläne der Beteiligten. Ich hatte es gesagt. Nachdem ich ausgepfiffen wurde, habe ich bei meiner Reportage (EURO 2016) gesagt, dass ich das Vorgefallene nicht vergesse. Gestern erblickte ich nach Monaten einen dieser Journalisten in unserem Nationalmannschaftsflugzeug. 

[...] Ich habe ihn direkt zur Rede gestellt. War mein Verhalten richtig? Ich weiß es nicht. Aber bevor ich hinter dem Rücken von jemanden spreche, schreie ich ihn lieber ins Gesicht und erwarte eine Antwort. Habe ich eine Antwort erhalten? NEIN. Natürlich wurde nur versucht, die Dinge zu verdrehen. Monatelang hat er die Zeitungen mit Kolumnen gefüllt, aber vor mir stehend, bekam er keine zwei Sätze heraus. Als ich mich für meinen Weg entschloss, dann nicht um ein guter Fußballer oder Star zu werden, sondern ein guter, ehrvoller Mensch. Jeder, der versucht, meine Ehre, Integrität und meine Familie zu verunglimpfen, dem werde ich mit all meiner mir zur Verfügung stehenden Kraft Gegenwehr leisten. Gute Nacht!" 

Beschuldigungen der Bevorzugung haltlos 

Auch fielen wohl Sätze von Turan, die als weitere Spitzen gegen Nationaltrainer Fatih Terim und den Präsidenten des türkischen Fußballverbandes, Yıldırım Demirören, gerichtet waren. Zum Beispiel auch, dass Demirören-Angestellte, wie Bilal Meşe, schreiben können, was sie wollen und dann auch noch umsonst mit der Nationalmannschaft zusammen im gleichen Flugzeug reisen dürfen. Diesem Vorwurf entgegnete aber ein Journalisten-Kollege mit einem Tweet, dessen Inhalt genau das Gegenteil zum Inhalt hat. Dort ist zu erkennen, dass die Zeitungen für ihre angestellten Journalisten sehr hohe Summen an den TFF überweisen, damit die Pressevertreter an Bord der gleichen Maschine mitfliegen können. So kostete der Hin- und Rückflug von Triest nach Skopje 1.500 TL. Für türkische Verhältnisse eine hohe Summe, wenn man den Mindestlohn (asgari ücret) des Landes berücksichtigt. So beträgt der Nettoverdienst 2017 für eine alleinstehende, ledige und kinderlose Person 1.404,06 TL (Brutto: 1777,50 TL). 

Noch hält sich der TFF bedeckt. Eine Suspenierung hat es (bisher) nicht gegeben. Auf einem kürzlich erschienen Social Media-Post von Olcay Şahan ist Turan mit dem Team zu sehen. Fazit ist: Diese Vorfälle kommen abermals zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Man kann nur hoffen, dass sich die Ereignisse im Vorfeld des wichtigen WM-Qualifikationsspiels gegen den Kosovo (11. Juni, 20:45 Uhr MEZ) nicht negativ auf die Mannschaft auswirken. Leitragender bei einem schlechten Resultat und einem möglichen Verpassen der Weltmeisterschaftsendrunde 2018 in Russland ist am Ende eine ganze Nation.

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