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Dienstag, der 06. Juni 2017

Arda Turan würgte die letzte Pressefreiheit!

GazeteFutbol-Chefredakteur Metin Gülmen darüber, warum der tätliche Angriff von Arda Turan auf Reporter Bilal Mese auch ein Angriff auf das letzte Stückchen Pressefreiheit in der Türkei ist.

Von Metin GÜLMEN

Türkeis Nationalmannschaftskapitän Arda Turan griff dem Sportjournalisten Bilal Mese nach dem lahmen Mazedonien-Kick (0:0) an den Hals, würgte ihn. Über seine Social Media-Kanäle und auch gegenüber türkischen Medien durfte der Barcelona-Bankdrücker seinen Ausraster erklären, begründete ihn mit "Lügen", die der langjährige Nationalmannschaftsreporter Mese über ihn verbreitet hätte. Konkret gehe es vor allem um den Prämienskandal während der desolaten UEFA EURO 2016 in Frankreich, über den auch GazeteFutbol berichtete und in dem Turan eine zentrale Rolle spielte.

Es ist an dieser Stelle müßig zu erwähnen, dass sich ein Kapitän einer Nation bei aller Kritik im Griff haben muss, eine Tätlichkeit gegenüber Journalisten ein Unding ist und bei jedem professionellen Verband mit der sofortigen Suspendierung, wenn nicht gar mit der Verbannung aus der Nationalmannschaft bestraft werden müsste. Stattdessen postet Mitspieler Olcay Sahan ein Mannschaftsfoto aus dem Hotel. Amateurhaft.

Viel schlimmer ist der aktuelle Zustand in der Türkei. Zehntausende Journalisten sitzen aus fadenscheinigen Gründen im Knast, jede Kritik an der Erdogan-Regierung wird mit "Terrorismus" gleichgestellt und entsprechend sanktioniert. Es ist also nur traurige Logik, dass Arda Turan keinerlei Respekt vor der schreibenden Zunft pflegt. Ihm wird es ja von den Staatslenkern vorgemacht. Es wird einfach gewürgt, ohne Rücksicht. Konsequenzen hat Turan nicht zu befürchten, im Gegenteil: Um mit der Nationalmannschaft zum WM-Qualifkationsspiel in den Kosovo zu reisen, müssen Reporter Unsummen bezahlen. Akkreditierungen? Gibt es nicht. Erst muss Geld fließen, dann darf man aus der Nähe berichten. So wird von vornherein gefiltert.

Das Opfer ist in diesem Fall nicht nur Bilal Mese, der so alt sein könnte wie Turans Vater. Sondern die ganze türkische Presse. Sportliche Kritik wird bestraft, die Arbeit der Journalisten auf ein Maximum erschwert. Jetzt wird gewürgt - wie auf den anatolischen Hinterhöfen. Mit seinem Verhalten gehört Turan genau dorthin zurück. Nein, Arda: Du bist nicht mein Kapitän!

 

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