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Montag, der 12. Juni 2017

Fatih Terim stellt sich der Presse

Nach dem glanzlosen 4:1-Sieg im Kosovo meldeten sich Kapitän Mehmet Topal sowie insbesondere Nationaltrainer Fatih Terim zu Wort. Der Fußball rückte dabei aufgrund der Arda Turan-Thematik erneut in den Hintergrund. GazeteFutbol mit den Stimmen zum Spiel!

Von Burak ARAS

Mehmet Topal (Kapitän Türkei): „Wir wussten, was für ein gefährlicher Gegner der Kosovo ist. Wir haben uns nach dem Gegentreffer gut aufgerappelt. Wäre das Spiel zwischen Island und Kroatien unentschieden ausgegangen, hätte uns dies in die Karten gespielt. Wenn wir die Fans im Rücken haben, können wir im heimischen Stadion ein noch besseres Spiel abliefern. Alles liegt in unserer Hand. Wir haben heute einen für uns wichtigen Sieg geholt."

Fatih Terim (Trainer Türkei):
„In einer Zeit, in der alle im Urlaub sind, möchte ich mich bei meinen Spielern für ihre hingebungsvolle Spielart bedanken. Ich möchte der UEFA einen Bericht zukommen lassen. Wir hatten im März ein Freundschaftsspiel. Müssen wir dieses Spiel dann wirklich spielen? Wir haben Teams, die zehn Tage darauf in der UEFA Europa League spielen müssen. Dafür muss eine Lösung gefunden werden. Während sich in anderen Gruppen Mannschaften wie San Marino oder Malta befinden, ist sogar der Tabellenletzte bei uns der Kosovo. Ich habe das Spiel nicht als leicht angesehen. Mich freut es, dass Island gewonnen hat. Das ist kein Grund, um traurig zu sein, da uns so der Weg zur Tabellenspitze geöffnet wurde. Wir haben eine Mannschaft, die jederzeit alles schaffen kann. Die zwei Länderspiele im September werden vieles klarstellen.

[...] Innerhalb der Nationalmannschaft gibt es keine Probleme. Ich finde es traurig, dass während in unserem Land Soldaten sterben und unsere Nation mit vielen Feinden zu kämpfen hat, solch ein Thema in den Mittelpunkt gestellt wird. 2016 hatten wir mit Problemen innerhalb der Mannschaft zu kämpfen. Das hatte nicht nur mit den Prämien zu tun. Haben wir gesagt, dass wir Burak [Yilmaz] keine Prämie auszahlen werden? So etwas gab es nicht. Es sind viele Sachen vorgefallen. Nach unserer Rückkehr habe ich einige Spieler nicht mehr nominiert. Es waren wichtige und große Spieler, jedoch müssen diese auch Disziplin zeigen. Wenn man Erfolg haben will, muss man die Nationalmannschaft wie einen Klubverein führen. Das habe ich auch gemacht. Daher sind die Probleme, die auf jeden Klub zukommen können, auch auf uns zugekommen. Der Unterschied ist, dass man dies im Verein schnell löst, da der Spieler vertraglich zum Klub gehört. Dies ist bei der Nationalmannschaft nicht der Fall. Bisher sind noch in keinem der Vereine, die ich jemals geführt habe, Probleme aufgetreten […]. Ich habe die aussortierten Spieler wieder nominiert, da wir siegen mussten. Von da an gab es bis zu den letzten Vorkommnissen auch keine Probleme mehr.

[...] Es ging nicht darum, dass die Journalisten in unser Flugzeug aufgenommen wurden. Es wäre eine anstrengende Reise für sie geworden, deswegen habe ich erlaubt, dass sie mit uns kommen. Wenn wir Maßnahmen treffen, dann fragen wir die Spieler vorher nicht. Wir nehmen euch [die Journalisten, Anm. d. Redaktion] mit, trennen euch von den Spielern und ermöglichen ihnen somit auch eine angenehme Reise.  Es kam zwar so rüber, als würde es um die Prämien gehen, aber das war nicht das eigentliche Thema. Die Prämien waren ein Hilfsmittel. Die Welt dreht sich um niemanden, auch nicht um mich. Manchmal gebe ich eine weitere Chance, auch wenn mir dabei nicht ganz wohl ist. Aber die Nationalmannschaft gehört jedem, auch ich habe vergeben. Ich wollte nur noch einmal bekräftigen, dass auch ich mich dabei nicht immer wohl gefühlt habe.

[...] Ein Spieler hat Hande [Sümertas] gefragt, wieso ich so etwas über ihn sage. An diesem Tag habe ich etwas Schlimmes gesagt. Aber das Prämienthema wurde nie mit den Chefredakteuren beredet. Es gab des Öfteren Treffen zwischen Arda und mir, das ist aber keine große Sache. Schließlich war Arda der Kapitän.

[...] Ich habe nicht die Verantwortung von Ardas Taten auf mich genommen. Während des Fluges bekam ich nichts mit. Ich hörte nur leise Stimmen. Mir wurde alles erzählt, als ich aus dem Flugzeug ausstieg. Meine Worte waren, dass wir zunächst eine Nacht darüber schlafen sollen, ehe wir das am nächsten Morgen klären. Ich hatte im Flugzeug nichts mitbekommen. Wenn er ein Problem haben sollte, soll er kommen und es mir ins Gesicht sagen. Jeder, der ein Problem hat, muss es mir ins Gesicht sagen. Es gab keinerlei Verhandlungen darüber, ihn wieder in die Nationalmannschaft aufzunehmen. Kann mir auch nur einer ins Gesicht oder am Telefon sagen, dass er wieder zur Nationalmannschaft kommt, wenn bestimmte Spieler nicht mehr Teil des Teams sind? Die Nationalmannschaft ist für jeden Spieler offen. In meiner Amtszeit wird es keinen Spieler geben, der nicht mehr für das Land auflaufen darf. Auch Volkan Demirel kann das Nationalmannschaftstrikot noch anziehen. Volkan Babacan ist in einer guten Verfassung. Ich versuche die Mannschaft zu berufen, ohne Spieler zu benachteiligen. Und so werde ich auch weitermachen.

[...] Egal was auch passiert, es ist unverschämt die Prämienliste sowie mein Gehalt zu veröffentlichen. Burak [Yilmaz] ist zu mir gekommen und wollte eine Prämie. Als sich Arda für Buraks Rechte eingesetzt hat, wurde er bisschen lauter. Ich habe ihm gesagt, dass er seinen Ton ändern soll. Hätte ich die Angelegenheit mit Bilal Mese im Flieger mitbekommen, hätte ich den Spieler noch mit dem gleichen Flugzeug zurückgeschickt.

[...] Man versucht aber nicht nur mich, sondern auch den Verband und Yildirim Demirören in die Geschehnisse einzumischen. Selbst wenn man der größte Spieler der Welt ist, ist man im Endeffekt nur ein Spieler und so hat man sich auch zu verhalten. Ich finde, dass ich, Arda und die anderen Spieler es falsch angegangen sind. Das Prämienthema darf nicht mehr aufkommen.

[...] Gibt es denn noch Leute, die nicht wissen, wieso Arda aus dem Kader gestrichen wurde? Hat Arda nicht selbst seine Nationalmannschaftskarriere beendet? Und dann fragt ihr mich, ob ich ihn wieder aufnehme. Nach so einer Aktion ist die rote Karte die Folge und man kann nicht weiter auf dem Feld sein. Aber ich habe Arda gesagt, dass wir das in den folgenden Tagen noch retten können. Er hatte eine schöne Rede vorbereitet, sich allerdings im letzten Moment umentschieden. Wir wollten sowieso, dass er eine Pressekonferenz abhält.

[...] Ich kann es nur wieder sagen, dass ich gekränkt bin. Es kann sein, dass Yildirim Demirören und ich verschiedene Ansichten haben. Aber seitdem ich hier bin, stehen wir sehr nah zueinander. Wir haben keine Probleme miteinander. Ich habe einen Vertrag hier. Ich vertraue den Jüngeren. Ich bin hier! Das mit Volkan Babacan habe ich auch gehört. Ich habe nichts mit den Regelungen zu tun. Ich hätte angeblich gesagt, dass er eine geringe Strafe erhalten soll. Ich hab ihm gesagt, dass ich sein Verhalten nicht gutheiße. Das Problem liegt an den Spielern und nicht zwischen uns und den Spielern. Das Problem ist der Umgang der Öffentlichkeit mit den Spielern.

[...] Caners Worte im Flugzeug waren nicht richtig, jedoch wollte er seinen Freund beschützen. Burak ist zu mir gekommen und hat mich gefragt, was zu tun ist. Kein Trainingslager, kein Team und keine Organisation bleibt jemals ohne Probleme und ohne Streit. Es war in der Theorie eine gute Idee, alte Spieler mit ins Boot zu holen (Tümer Metin, Tuncay Sanli, Nihat Kahveci), jedoch haben wir in der Realität nicht das erhalten, was wir uns erwünscht hatten."


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