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Donnerstag, der 15. Juni 2017

Yildirm Demirören meldet sich zu Wort

In der Sportsendung „Stadyum Özel“ meldete sich Verbandschef Yildirim Demirören zu Wort und schilderte unter anderem seine Ansicht zur Arda Turan-Thematik. Es gab allerdings auch Antworten auf viele andere Fragen.

Von Burak ARAS

TFF-Präsident Yildirim Demirören hat sich gestern Abend beim Staatssender "TRT Spor" zu Wort gemeldet und ist dabei auf einige Fragen eingegangen. GazeteFutbol hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Yildirim Demirören...

…zur Turan-Thematik: "Ich habe die Geschehnisse geschildert bekommen, nachdem das Flugzeug gelandet war. Als ich die Nachricht bekam, war es sehr spät. Am nächsten Morgen habe ich dies dann mit unserem Trainer besprochen. Natürlich hat uns das traurig gemacht, aber wir mussten zunächst alle Details erfahren. [...] Nachdem auch unser Trainer der gleichen Meinung war wie wir, haben wir gewartet, bis unser Kapitän aufsteht, ehe unser Trainer ihm unsere Entscheidung mitteilt. Nach diesem Gespräch hat mich Arda angerufen, wir haben geredet. Es war ein Thema, dass unter uns bleiben sollte. Es war auch wichtig, dass er mich anruft. [...] Wir haben unserem Trainer zugestimmt, ihn aus dem Kader zu streichen. Es war die Idee unseres Trainers, dass Arda eine Rede vorbereitet, in der er seine Sichtweise erläutert, um so eine Begnadigung möglich zu machen. Leider hat Arda in der Pressekonferenz dann seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Das, was er gemacht hat, war falsch. Den Fehler muss man ansprechen. Andererseits muss man Arda schützen, denn er ist eine Weltmarke. Aber dass eine Weltmarke die Nationalmannschaft in diesem Alter aufgibt, ist falsch. […] Ich habe Arda, nachdem er seine Entscheidung verkündet hatte, angerufen. Ich habe ihm vorgeschlagen, dass er Urlaub machen soll und ich dann noch einmal mit ihm reden möchte. Ich habe die Pressekonferenz trauernd verfolgt. Angeblich hätte der Verband nicht das Nötige gemacht. Der Verband hat das getan, was nötig war. Wir haben die Geschehnisse erfahren und uns dazu entschieden ihn auf unbestimmte Zeit zu suspendieren. Nachdem er selbst gesagt hat, dass er aufhört, gab es nichts mehr, was wir noch hätten tun können. 

Ich habe ihn (Bilal Mese, Anm. d. Redaktion) am Morgen nach den Geschehnissen angerufen und ihn darum gebeten, ruhig zu bleiben und dass wir diese Sachen lösen werden. Ich habe ihn sogar mit meinem Flugzeug wieder zurück in die Türkei mitgenommen. Ich habe ihn als Präsidenten darum gebeten, dass er keine Klage erheben und wir das Thema beenden sollen. Arda hat einen Fehler gemacht. Egal wie oft er auch sagt, dass er keinen gemacht hätte, war es ein Fehler. Ich bin der Verbandschef und älter als Arda. Selbst wenn er einen Fehler gemacht hat, suche ich den Weg der Versöhnung. Ansonsten ist es sehr leicht Streit herbeizuführen. Wieso soll ich Arda denn nicht für uns gewinnen? Wenn in der Zukunft andere Sportler den gleichen Fehler machen, müssen wir den Weg suchen, diesen Sportler wieder für uns zu gewinnen. Genauso wie der Spieler dann lernen muss, sich zu entschuldigen. Egal in welchem Sport. […] Es wird sicherlich seine Gründe haben, wieso es zu so einer impulsiven und fehlerhaften Tat von Arda kam. Aber wir können nicht wissen, was in seinem Kopf vorgeht. Das können lediglich Menschen, denen sich Arda vielleicht anvertraut hat. Vielleicht sollten wir auch das Gespräch mit den Spielern suchen, die etwas wissen können. Aber falls sich Arda niemandem anvertraut hat, kann es auch keiner wissen. Nachdem wir Arda wieder in den Kader berufen hatten, sind drei Spiele bestritten worden und es haben 33 Trainingseinheiten stattgefunden. Die vorherigen Probleme waren somit gelöst. Es ist zu einer Krise innerhalb der Nationalmannschaft gekommen, die mich traurig gemacht hat, aber überall auf der Welt gibt es in jedem Sport Krisen. Diejenigen, die diese Krise ausnutzen, um es auf andere Sachen zu beziehen, sind Schuld daran, dass die Probleme größer werden.

Die Nationalmannschaft zu verlassen, war die eigene Entscheidung des Kapitäns. Wird er von seiner Entscheidung absehen oder nicht? Wir tun alles Mögliche, um drei Weltmarken wieder zusammenzukriegen. Der TFF ist die sechstgrößte Wirtschaft Europas und die siebtgrößte weltweit. Fatih Terim und Arda Turan sind ebenfalls Weltmarken. Sie müssen abwarten. Wenn etwas gemacht wurde, gibt es auch eine Lösung dafür […]. Wir müssen uns mit Arda zusammensetzen und reden. Arda ist in der Lage dazu, das zu verstehen. Hätten die Reporter an dem Tag die Pressekonferenz nicht verlassen, hätte Arda seine Rede gehalten. Danach hätte unser Trainer ein Treffen zwischen Arda und Bilal [Mese] organisiert […]. Ich glaube nicht, dass andere Spieler die Nationalmannschaft verlassen möchten, weil Arda es auch getan hat. Es ist kein Luxus, die Nationalmannschaft zu verlassen. Es ist eine Notwendigkeit, wenn man zu alt ist und der Körper keine Möglichkeit mehr dazu bietet."

... über die Prämienkrise während der EM 2016: "Während der Europameisterschaft kam es zu einer Prämienkrise. Dafür haben wir die nötigen Gespräche geführt. Dazu zu antworten ist falsch. Dann kommt das Thema wieder auf. Das Thema ist beendet. Das ist sechs Monate her. Natürlich kann es zu Diskussionen kommen. Es gibt nichts Natürlicheres als dass ein Spieler auf sein Recht besteht. Dieses Jahr haben wir keine Prämien in unserem Budget. Es wir immer so herübergebracht, als würde Streit bei uns herrschen. Dabei gibt es keinen Streit."

... über die Zuschauerzahlen in der Süper Lig: "Die Fans ins Stadion zu locken, ist nicht unsere Arbeit, sondern die der Vereine. Wir unterstützen die Vereine bei ihren Projekten dazu. Ich habe die Zuschauerzahlen der Nationalmannschaft von 3.000 auf 35.000 gebracht. Sogar Vorbereitungsspiele wurden vor 35.000 Zuschauern gespielt. Die Vereine müssen gute Transfers vollziehen und brauchen Präsidenten, die den Streit mindern. Dann steigen auch die Zuschauerzahlen wieder. […] Wir sind ein chancenreiches Land. In Europa gibt es kein anderes Land, das in den letzten drei bis vier Jahren 30 neue Stadien gebaut hat. Zu allererst muss man sich dafür beim Staatspräsidenten bedanken. […] Es kann nur eine Mannschaft Meister werden. Wir halten nicht nur zu einer Mannschaft, wenn sie Meister wird, sondern immer. Wir müssen den Fußball zu einer Art Entertainment machen. Also was müssen wir machen? Die den Rahmenbedingungen entsprechend bestmöglichen Transfers und auf Streitigkeiten verzichten. Wir müssen die Frauen und Kinder in die Stadien locken. Das müssen wir alles zusammen lösen. Wir müssen daran arbeiten, die TV-Einnahmen auf 800 Millionen Dollar zu steigern. Kein Klub kann die Ticketpreise heruntersetzen."

...über die Ausschreitungen im Spiel zwischen Eskisehirspor und Göztepe:
"
Dies ist in die Geschichte des türkischen Fußballs eingegangen. Ich war im Ausland. Hiermit möchte ich mich bei Akif Cagatay Kilic bedanken. Er hat die Situation in Antalya Schritt für Schritt verfolgt. Wir haben uns am Telefon darüber unterhalten. Das muss aufhören. Nach meinen Informationen gab es sogar einen Polizisten, welcher unerlaubte Sachen ins Stadion gebracht hat. Im Spiel zwischen Basaksehir und Konyaspor in Eskisehir schmuggelten Leute sogar Feuerwerkskörper im Brot."

... über den Stand der Klubs vor der UEFA: 
"Natürlich gibt es Klubs, die unter Beobachtung stehen. Aber zuletzt gab uns die UEFA Bescheid, dass momentan alle Vereine auf dem richtigen Weg sind. Die Vereinsvorstände wurden darüber auch informiert. Wir sind sowieso mit den Vereinen, die Sanktionen von der UEFA zu befürchten hatten, gemeinsam zur UEFA gegangen. Wir haben ihnen mitgeteilt, dass unsere Vereine bemüht sind, die vorgegebenen Regelungen einzuhalten. Wir werden uns demnächst auch wieder für Besiktas mit der UEFA treffen. Die UEFA muss auch sehen, dass unser Fenerbahce sowie unser Galatasaray ebenfalls gute Absichten haben. Unsere Vereine machen das momentan sehr gut."


... über die Schiedsrichterleistungen der vergangen Saison:
"Ich bin sehr zufrieden. Haben sie Fehler gemacht? Ja, haben sie. Gibt es innerhalb des Fußballs diese Fehler? Ja, die gibt es. Wird es sie weiterhin geben? Solange es den Fußball gibt, wird es so weiter gehen. Wir können lediglich die Anzahl der Fehler minimieren. Dafür werden wir in Zukunft den Videobeweis einführen. Ab Januar sind wir dafür bereit. Allerdings könnten sich Vereine dann dagegen entscheiden, da wir die Hinrunde auf jeden Fall ohne Videobeweis durchführen werden.[…] Die Kosten dafür werden größtenteils die Klubs selbst tragen. Ich glaube aber nicht, dass die Kosten 100.000 Dollar übersteigen werden."

... über die hohen Erwartungen an den TFF:
"Seitdem Fatih [Terim] hier ist, ist ein großes Turnier ausgetragen worden und an dem haben wir teilgenommen. Nun kämpfen wir um den Einzug in das zweite Turnier. Unsere U17 hat ebenfalls an der Europameisterschaft teilgenommen und darf an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Unsere Investitionen in die Jugend werden sich in den nächsten Jahren bemerkbar machen. Wir müssen lernen, Geduld zu haben. Keiner kann zum nächsten Jahr einfach einen Weltmeister formen. Und wenn man es doch schafft, dann wird das durch Glück geschafft […]. Wenn wir die Europameisterschaft 2024 in die Türkei bringen, werden wir diese hoffentlich gewinnen. Alles läuft sehr gut. Wir sind mit Deutschland der einzige Bewerber. Unsere größte Chance sind unsere Stadien und unsere Liebe zum Fußball. Wir sind als Verband und als Land dafür bereit. In meinen Augen sind wir auch der größte Anwärter auf die Austragung der Europameisterschaft. Deutschland hat sowieso mit Problemen zu kämpfen. Beispielsweise beteiligen sich die großen Städte wie Dortmund oder Köln nicht an einer möglichen Austragung. Ich weiß, dass Deutschland bestimmte Probleme zu lösen hat."

... über die Ausländerregelung: "Wir sehen keine Änderung der Ausländerregelung vor. Die Regelung wurde zunächst für vier Jahre beschlossen, von denen erst zwei vorüber sind. Unser Trainer sowie die Vorstände sind bisher allesamt zufrieden. Es wird über Ausländer diskutiert. Die durchschnittliche Anzahl an Ausländern in der Startelf der Teams beträgt 6,4. Früher waren die Stammplätze für einige türkische Akteure garantiert, wodurch auch die Transfersummen enorm in die Höhe gegangen sind. Da die Fußballer einen gesicherten Platz hatten, haben sie sich nicht mehr um sich gekümmert. Dies hat den Klubs sowie der Nationalmannschaft geschadet. Jetzt befinden sich auch die einheimischen Spieler wieder im Konkurrenzkampf. Wenn diese nicht gut spielen, können sie durch Ausländer ersetzt werden. Die Ablösesummen sind runtergegangen. Enes [Ünal] ist nach Spanien gegangen, Emre [Colak] ist nach Spanien gegangen. Unsere Spieler schaffen es langsam auch in Europa Fuß zu fassen. Das ist für uns ein Gewinn. Wir sind zufrieden. Und auch die Trainer sowie die Klubpräsidenten sind zufrieden. Diejenigen, die die Diskussionen in die Welt rufen, verdienen dadurch professionell ihr Geld. Es muss Diskussionen geben, damit die Sportsendungen weitermachen können. Ganz egal was man macht, irgendetwas wird immer diskutiert […]. Es gibt garantiert keine Pläne darüber, die Anzahl der Teams in unserer Liga auf 20 Mannschaften zu erhöhen."

... über die Kritik zu seiner Person: "Wir sind bis 2019 hier, danach gibt es Wahlen. Wir haben Ziele. Wir möchten die Europameisterschaft 2024 und unsere TV-Einnahmen auf 800 Millionen Dollar steigern. Die Leute, die von mir den Rücktritt erwarten, haben ihre Meinung offen gelegt. Davor habe ich Respekt."

... über die Gerüchte, dass Fatih Terim wieder zu Galatasaray zurückkehrt: "Es ist kein Angebot [von Galatasaray] eingegangen. Wir sind zufrieden mit unserem Trainer. Ein Angebot würde ich ablehnen, aber falls unser Trainer dies wollen würde, würde ich dies respektieren."

... über die Bezeichnung der nächsten Spielzeit: "Ja, es gibt Überlegungen bezüglich des Namen der nächsten Spielzeit. Letzte Saison haben wir uns für Turgay Seren entschieden. Ich sehe Ilhan Cavcav als richtig an. Aber es ist noch nicht klar, ob wir mit den Namen überhaupt weiter machen."


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