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Sonntag, der 18. Juni 2017

Als die Türkei die Fußball-Welt erneut überraschte

Der FIFA Confederations Cup 2017 in Russland läuft bereits. Doch auch die Türkei hat in diesem Wettbewerb Spuren hinterlassen. GazeteFutbol blickt zurück!

Von Metin GÜLMEN

Aktuell läuft der FIFA Confederations Cup 2017 in Russland, die ersten Partien sind bereits ausgetragen. Was einige türkische Fußball-Anhänger vergessen: Auch die Türkei hat ihre Spuren in diesem Wettbewerb hinterlassen. Beim Turnier 2003 in Frankreich starteten die Türken als UEFA-Vertreter, nachdem Vize-Weltmeister Deutschland auf eine Teilnahme verzichtete. Am Ende standen fünf rauschende Fußballfeste, die Türkei beendete das hochkarätig besetzte Turnier auf einem starken dritten Platz - wie schon ein Jahr zuvor die FIFA WM 2002 in Japan und Südkorea. GazeteFutbol schaut nochmal auf die Partien zurück und lässt Nostalgie wieder aufleben!

Türkei - USA 2:1

Den Auftakt machte die Mannschaft von Nationaltrainer Senol Günes gegen Gold Cup-Sieger USA. Vor knapp 17.000 Zuschauern in St. Etienne begannen die Türken nervös und fahrig im Aufbauspiel, trotz WM-Teilnehmer wie das Innenverteidiger-Duo Bülent Korkmaz und Alpay Özalan. Der Rest der Elf bestand aber aus vielen unerfahrenen Akteuren, die ihre ersten Spiele auf internationalem Top-Niveau bestritten, u.a. standen Selcuk Sahin, Gökdeniz Karadeniz, Okan Yilmaz und Tuncay Sanli auf dem Rasen. Die USA schied bei der WM 2002 äußerst unglücklich im Viertelfinale gegen Deutschland aus (0:1), war alles andere als der Underdog. Und so war es DaMarcus Beasley, der in der 36. Minute die nicht unverdiente Führung für die US-Boys köpfte. Die Türken wurden durch den Rückstand wachgeküsst, drehten vor der Pause nochmal auf und kamen durch Yilmaz per verwandeltem Elfmeter zum 1:1. In der zweiten Halbzeit stabilisierte sich die Leistung der Türken, sie wurden stärker. Das 2:1 durch Sanli, der US-Schlussmann Tim Howard umkurvte und dann ins leere Tor einschob, war hochverdient (70.). Dabei blieb es, der Auftakt gelang!

Aufstellung: Ömer Catkic - Ahmet Yildirim (42. Ergün Penbe), Bülent Korkmaz, Alpay Özalan, Fatih Sonkaya - Volkan Arslan, Selcuk Sahin, Ibrahim Üzülmez, Gökdeniz Karadeniz - Tuncay Sanli (80. Ibrahim Toraman), Okan Yilmaz (90. Hüseyin Kartal)

Türkei - Kamerun 0:1

Das zweite Gruppenspiel in Paris gegen Afrika Cup-Sieger Kamerun und dem aufstrebenden Samuel Eto`o, den Topstars Rigobert Song, Marc-Vivien Foe und Eric Djemba-Djemba gestaltete sich von Beginn an ungleich schwerer als das Duell gegen die USA. Kamerun gewann das Auftaktspiel gegen Weltmeister Brasilien überraschend mit 1:0, spielte hochmotiviert und physisch auf Weltklasse-Niveau auf. Die Türken traten mit WM-Held Rüstü Recber im Tor auf, außerdem standen Linksverteidiger Ergün Penbe und Spielmacher Yildiray Bastürk in der Startformation. Recber war es auch, der die Türken vor dem Rückstand bewahrte. Erst in der zweiten Halbzeit fand die Türkei besser ins Spiel, hatten selbst Hochkaräter, allen voran Sanli scheiterte immer wieder am überragenden Carlos Kameni im Tor der "Unbezähmbaren Löwen". Als sich ein 0:0 abzeichnete, war es der talentierte, aber zweifellos ungestüme Servet Cetin, der mit einem Foulelfmeter die Niederlage einleitete - in der 90. Minute! Chelsea-Star Geremi Njitap überwand Recber im direkten Duell, die Türkei verliert 0:1 und durfte das abschließende Gruppenspiel gegen Brasilien nicht verlieren, um das Halbfinale zu erreichen.

Aufstellung: Rüstü Recber - Ergün Penbe, Deniz Baris, Servet Cetin, Fatih Akyel - Ibrahim Toraman, Volkan Arslan (60. Gökdeniz Karadeniz), Selcuk Sahin, Yildiray Bastürk - Tuncay Sanli (89. Hüseyin Kartal), Okan Yilmaz (76. Necati Ates)

Türkei - Brasilien 2:2

Das Duell gegen Brasilien in St. Etienne stand zum Gruppenfinale an, ein Jahr zuvor verloren die Türken beide WM-Duelle bitter (1:2 und 0:1). Jetzt wollte Trainer Günes die Revanche, ließ nicht ohne Grund fast die komplette WM-Abwehr auflaufen und bot im Mittelfeld mit Penbe und Bastürk zwei weitere Säulen auf. Doch auch die Brasilianer boten fast alles, was Rang und Name hat: Dida, Lucio, Juan, Emerson, Ronaldinho, Adriano - mehr Weltklasse ging fast nicht! Und erneut verschliefen die Türken trotz aller Bemühungen die erste Halbzeit, Brasilien dominierte mit der Star-Truppe und kam durch Adriano (23.) zur verdienten Führung. Zur Pause sah es aus, als ob die Türkei schon nach der Vorrunde die Segel streichen musste, nichts deutete auf eine Wende im Duell an. Und doch bewies Günes das richtige Händchen, ließ offensiver spielen und hatte den Mut, mit Okan Yilmaz eine zweite Spitze einzuwechseln. Mit einer ganz anderen Körpersprache und angeführt von einem überragenden Ergün Penbe kam die Türkei dank dem Lupfer von Gökdeniz Karadeniz zum 1:1 (53.). Die Türkei hielt das Tempo weiter hoch, kämpfte und störte immer wieder das Aufbauspiel der "Selecao" - setzte in der 81. Minute dann einen perfekten Konter! Der fantastisch aufgelegte Bastürk lief im Sprint Richtung Dida zu, behielt die Übersicht und bediente den mitgelaufenen Yilmaz, der nur noch einschieben brauchte (81.) - das 2:1! Jetzt war das Halbfinale zum Greifen nah. Brasilien stemmte sich nochmal gegen das Ausscheiden, kam durch Alex de Souza in der Nachspielzeit noch zum 2:2 (90.). Doch auch das reichte für den Einzug ins Halbfinale, die nächste kleine Sensation im türkischen Fußball war perfekt!

Aufstellung: Rüstü Recber - Ibrahim Üzülmez, Bülent Korkmaz, Alpay Özalan, Fatih Akyel - Selcuk Sahin, Volkan Arslan (35. Okan Yilmaz/88. Serkan Balci), Ergün Penbe (72. Ibrahim Toraman), Gökdeniz Karadeniz, Yildiray Bastürk - Tuncay Sanli

Türkei - Frankreich 2:3

Das Halbfinale in Paris gegen Gastgeber Frankreich wurde vom plötzlichen Tod von Kamerun-Star Foe überschattet, der im ersten Halbfinale gegen Kolumbien bewusstlos zusammenbrach und später verstarb. Trotzdem fand die Partie statt, beide Mannschaften traten mit Trauerflor an. Die französische Star-Mannschaft schluchzte bei der Schweigeminute fast komplett, spielten die meisten doch mit Foe mal zusammen. Und als ob der amtierende Europameister für Foe spielen würde, überrollten die Gastgeber die Türken. Trotz eingespielter WM-Abwehr fand die Verteidigung keinen Zugriff auf Thierry Henry, Robert Pires, Sylvain Wiltord und Sidney Govou. Das Quartett spielte die Türken phasenweise schwindelig, gingen durch Henry (11.) und Pires (26.) früh mit 2:0 in Front. Kurz vor der Pause schaffte es Gökdeniz Karadeniz, das so wichtige 1:2 zu erzielen (42.) - plötzlich war wieder alles offen! Doch es war, als ob Frankreich nur einen Gang höher schalten brauchte, um die Türken auseinanderzunehmen. Wiltord traf nur eine Minute nach dem Anschluss zum 3:1. Wie sollten Türken dieses Spiel drehen können? Günes hatte die Antwort: mit Kampf, Laufstärke und Selbstvertrauen. Dank eines Traumtores von Sanli kurz nach Wiederanpfiff (48.) war die Begegnung plötzlich wieder offen. Frankreich strauchelte, erspielte sich immer weniger Chancen und konzentrierte sich aufs Verteidigen. Türkei forderte Gregory Coupet immer öfter, der Schlussmann zeichnete sich durch Glanzparaden aus. In der Schlussphase drang Ibrahim Üzülmez in den gegnerischen Strafraum, ließ sich foulen - und bekam den Elfmeter in der 90. Minute! Das 3:3 und die Verlängerung war nur elf Meter entfernt. Der sonst so treffsichere Okan Yilmaz trat an, setzte den Schuss knapp neben den linken Pfosten. Aus der Traum vom Finale! Türkei verliert in einem dramatischen Spiel 2:3 gegen Frankreich und muss sich mit dem Spiel um Platz 3 zufrieden geben.

Aufstellung: Rüstü Recber (36. Ömer Catkic) - Ibrahim Üzülmez, Bülent Korkmaz, Alpay Özalan, Fatih Akyel - Selcuk Sahin (85. Volkan Arslan), Ergün Penbe, Gökdeniz Karadeniz, Yildiray Bastürk (81. Necati Ates) - Tucnay Sanli, Okan Yilmaz

Türkei - Kolumbien 2:1

Das Spiel um Platz 3 stand in St. Etienne an, Gegner war Copa America-Sieger Kolumbien. Und wie schon ein Jahr zuvor bei der WM waren es die Türken, die mit dem schnellsten Treffer der Confederations Cup-Geschichte Historie schrieben. Tuncay Sanli traf per Distanzschuss gegen Oscar Cordoba, als noch nicht mal zwei Minuten gespielt waren. Doch auch Kolumbien forderte den Türken alles ab, kamen mit ihren schnellen Spitzen um Victor Aristizabal immer wieder zu guten Möglichkeiten. Giovanni Hernandez glich verdient aus (63.), das letzte Wort hatte allerdings einmal mehr Okan Yilmaz (86.). Abpfiff, Platz 3 gesichert! Torschützenkönig wurde übrigens mit vier Treffern Frankreichs Thierry Henry.

Aufstellung: Ömer Catkic - Ibrahim Toraman, Deniz Baris, Servet Cetin, Fatih Sonkaya (60. Selcuk Sahin) - Volkan Arslan (87. Ergün Penbe), Ibrahim Üzülmez, Serkan Balci, Gökdeniz Karadeniz - Tuncay Sanli, Necati Ates (66. Okan Yilmaz)


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