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Mittwoch, der 05. Juli 2017

Warum türkische Profis Fitness-Defizite haben

Der türkische Fußball hat viele Probleme. Neben fehlender Jungendarbeit, inkompetente Trainer oder schlechte Vereinsfunktionäre, haben türkische Spieler vor allem ein Problem: mangelnde Fitness. GazeteFutbol mit einer Analyse!

Von Ümit YÜCEL

GazeteFutbol beschäftigt sich mit der körperlichen Fitness von türkischen Fußballern. Die körperliche Schwäche der Profis ist ein wichtiger Faktor dafür, wieso unsere Vereine auf europäischer Bühne in den meisten Fällen den Kürzeren ziehen. GazeteFutbol präsentiert Beispiele – und zeigt auch einen Weg raus aus dieser fettigen Angelegenheit...

Als die Karriere von Lionel Messi begann, galt er als physisch unterentwickelt. Er war sehr klein und zierlich. Aber seine unglaublichen Dribblings schon in ganz jungen Jahren machten es jeder Abwehr schwer, ihn zu stoppen. Aber der Fußball begann sich zu verändern. Vor allem wurden die Abwehrspieler körperlich immer stärker. Der Körper eines Abwehrspielers glich dem eines Athleten. Man konnte sich immer besser auf Messi einstellen. Also fing der kleine Wunderknabe an, an seinem Körper zu arbeiten, um bei Zweikampfduellen auf den Beinen bleiben zu können. Er fing gezielt an, sich mehr Muskelmasse anzutrainieren. Auch sein Antritt wurde dank seiner verbesserten Beinmuskulatur explosiver. Musste einer der zwei besten Fußballer dieser Welt an seinem Körper arbeiten, um noch besser zu werden? Carlo Ancelotti sagte in einem Interview über Cristiano Ronaldo: "Wir hatten ein Spiel in der Champions League gegen Moskau. Sehr spät nach Mitternacht sind wir wieder in Madrid gelandet. Ronaldo wollte um diese späte Zeit ins Rehabilitationszentrum, um am nächsten Tag im Training wieder voll da zu sein. Ich fragte ihn ob er verrückt sei, denn schließlich wartete seine damalige Freundin Irina Shayk auf ihn. Er schmunzelte und ging in die Halle." Ohne harte Arbeit auch nach dem Training kann ein Profifußballer nie sein Maximum an Leistungsfähigkeit erreichen. Daher feilen viele Top-Fußballer auch nach dem Training im Kraftraum an ihrem Körper, um noch leistungsfähiger zu sein. Ein Vorgehen, das in der Türkei leider nicht zum Alltag gehört.

Hartes Training ist nix für türkische Fußballer

Die körperliche Fitness eines Fußballers ist der Hauptgarant dafür, dass er auf allerhöchstem Niveau mithalten kann oder nicht. Als Galatasaray in der Champions League am 22. Oktober 2014 gegen Borrusia Dortmund zuhause mit 0:4 unterging, sorgte nicht nur das Ergebnis für Empörung. Der BVB hatte am Ende eine Laufleistung von 117 Kilometern vorzuweisen. Galatasaray hingegen war mit 106 Kilometern körperlich schon nach 60 Minuten am Ende seiner Kräfte. Dieses Beispiel ist keine Ausnahme, sondern Realität, mit der sich der türkische Fußball nicht auseinandersetzen will. Spieler wie Cristiano Ronaldo, Lionel Messi, Paul Pogba, Zlatan Ibrahimovic, Arjen Robben, Gareth Bale oder Mesut Özil haben verstanden, dass Talent und Wille allein nicht reichen, um auf der ganz großen Bühne bestehen zu können. Bilder wie die von Arda Turan, Selcuk Inan, Sabri Sarioglu, Semih Kaya, Ismail Köybasi oder Yusuf Erdogan zeigen uns deutlich, wie schlecht der körperliche Zustand von den meisten der türkischen Profis zu sein scheint. Ein starker Wille und oftmals die Anhänger auf den Tribünen bringen türkische Spieler auf ein höheres Leistungsniveau, jedoch ist dies auf Dauer nicht möglich. Ab einem bestimmten Alter treten dann körperliche Stärken oder wie bei den türkischen Profis eben Schwächen zum Vorschein. Vor allem bei laufintensiven Trainingseinheiten sind die türkischen Spieler nicht in der Lage, ans äußerste Limit zu gehen, sondern beschweren sich lieber über die Trainingsmethoden des Trainers. Als Igor Tudor bei seiner Ankunft als neuer Galatasaray-Coach die mangelnde Fitness seiner Mannschaft kritisierte, legte er ein härteres Trainingsprogramm auf, in dem die Spieler zwei Trainingseinheiten an vier Tagen der Woche absolvieren mussten. Prompt kamen die Beschwerden in Hülle und Fülle beim Präsidenten Dursun Özbek seitens der Spieler angeflattert. Ein absolutes No-Go bei einer Mannschaft, die seit zwei Jahren deutlich abgeschlagen hinter dem Meister verbringt.

Teams müssen mehr auf Athletiktrainer setzen

Früher hatten die Trainer in ihrem Stab einen Co-Trainer, einen Ausdauertrainer sowie einen Torwarttrainer. Heute allerdings haben die Trainer nahezu alle Möglichkeiten. Der Trainerstab eines Chefcoaches besteht heutzutage nur aus Spezialisten. Von Ausdauer und Kraft bis hin zur Athletik gibt es viele Möglichkeiten, das Team auf Top-Niveau zu bringen. Ein Athletiktrainer sorgt nicht nur für eine gute Kondition, sondern trägt parallel auch zu körperlicher Fitness und richtiger Ernährung bei. Natürlich darf der regelmäßige Gang in den Fitnessraum nicht fehlen. Um auf internationaler Bühne bestehen zu können, müssen unsere Kicker es endlich verstehen, dass das Training nach dem Training zur Pflicht werden muss, damit wir den heiß ersehnten internationalen Erfolg etwas näher kommen können...

 


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