Username:
Passwort:
angemeldet bleiben

>> Passwort vergessen?
>> Registrierung
>> Registrierung
Aktuelle Newsdiskussionen
show news
Tudor beklagt Platzverweis
von melo72 am 24.10.2017 00:48
Kocaman nicht zufrieden nach 0:0
von melo72 am 24.10.2017 00:44
Galatasaray und Fenerbahce torlos
von Efsane1907 am 23.10.2017 23:50
Besiktas & Basak trennen sich 1:1
von GSCR67 am 23.10.2017 23:19
UEFA: Ausschüttungen 2016/17
von SariKanarya1907 am 23.10.2017 21:07
gazetefutbol
mediasportsnetwork
|
|
|
Tabelle & SpieltagTorjäger
Freitag, der 11. August 2017

Fehlende Objektivität im türkischen Fußball

In der Türkei wird oft die Aussage verwendet, dass keine gute Tat ungestraft bleibt. Spätestens seit der Rückkehr von Arda Turan in die Nationalmannschaft sollte man diese vielleicht ändern: Große Schandtaten werden nicht bestraft, sofern man die nötige Rückendeckung hat!

Von Hüseyin YILMAZ

Die Türkei ist mittlerweile ein Land, in welchem Trainer Restaurants stürmen, Nationalspieler Journalisten angreifen oder Busfahrer schlagen und Fans Messer auf das Spielfeld werfen. In einem hasserfüllten Umfeld geht der türkische Fußball aktuell über chaotische Zeiten. Eine Besserung der Lage ist nicht in Sicht. Das beste Beispiel ist wieder einmal Arda Turan, der sich wie ein Segel im Wind dreht. Nun hat der Legionär nach der Verpflichtung von Mircea Lucescu als Nationaltrainer den Rücktritt vom Rücktritt erklärt und wird wieder für die „Milli Takim" auflaufen. Noch vor zwei Monaten betonte er in einer Sportsendung am Telefon: „Ich denke nicht mehr, dass ich der Nationalmannschaft einen Nutzen stiften kann. Auch wenn es einen Trainerwechsel gäbe, würde ich eine Rückkehr definitiv ausschließen." Was hat sich in diesen zwei Monaten geändert? Wieso rennen überhaupt Demirören und Lucescu hinter Turan her?

Für seinen tätlichen Angriff auf Reporter Bilal Mese als Kapitän(!) der Nationalmannschaft gab es seinerseits bis heute keine Entschuldigung. Ganz im Gegenteil, seine Rechtfertigung war schlimmer als die Gräueltat an sich. Turan nahm sogar die klassische Opferrolle an, die Aktion sei laut ihm legitim gewesen. Eine Schande, dass der Verband mittlerweile bei der Vergabe der Kapitänsbinde seiner wichtigsten Mannschaft Attribute wie Charakter, Anstand und Reife nicht berücksichtigt. Der Spielführer einer ganzen Nation sollte eine Vorbildfunktion darstellen. Wie will man neue Talente akquirieren und erziehen, wenn sich die Hauptakteure im türkischen Fußball andauernd daneben verhalten? Der Fisch stinkt vom Kopfe her.

Mit seiner Reise nach Barcelona und dem Zusammenkommen mit Turan hat mich Mircea Lucescu, von dem ich mir viel erhofft hatte, schon in den ersten Tagen im Amt maßlos enttäuscht. Begriffe wie Taktik, Kaderwahl und Spielerqualität sollten für uns vorerst nachrangig sein. Solange man in der Türkei auf Verbandsebene nicht die menschlichen Grundprinzipien verfolgt, werden wir sicherlich noch viele Welt- und Europameisterschaften verpassen. Diese sind eindeutig: Für die nötige Gerechtigkeit im Sport sorgen, Schuldtaten bestrafen, vorbildliche Fußballer in die Nationalmannschaft einberufen und Menschen keine Rollen zuweisen, die sie längst nicht mehr verdienen. Unsere "Persönlichkeiten" im Profifußball müssen langsam aber sicher begreifen, dass der Fußball eine Sportart ist und kein Schauplatz für Mafiosis. Yazik Türkiyem. Das hast du nicht verdient.         


GazeteFutbol.de

Impressum | Kontakt | Datenschutzerklärung | Nutzungsbedingungen | Newsarchiv | Werben auf Gazetefutbol