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Donnerstag, der 05. Oktober 2017

Nuri Sahin träumt von der WM-Teilnahme

Wieder einmal steht für die Türkei ein echtes Finale an. Nur ein Sieg gegen Island lässt dem Team um den Dortmunder Nuri Şahin eine echte Chance auf das Erreichen der WM-Play-offs...

Für die türkische Nationalelf steht am Wochenende mal wieder ein echtes Finale an. Bei einem Heimsieg gegen Island hat das Team um den Dortmunder Nuri Şahin die Play-offs fast schon in der Tasche, bei einer Niederlage wären die Türken dagegen definitiv ausgeschieden. Wir haben uns vor diesem wegweisenden Spiel mit dem BVB-Mittelfeldstar unterhalten.

"In der letzten Qualirunde haben wir auf Island verloren und zu Hause dann in letzter Minute gewonnen und uns so für die EM qualifiziert und das ist vielleicht ein gutes Omen", hofft der Dortmunder auf eine Wiederholung dieses Last-Minute-Wunders, weiß aber auch um die Stärken des Teams, das bei der UEFA EURO 2016 für Furore gesorgt hat. "Das ist eine körperlich eine sehr, sehr starke Mannschaft, die mittlerweile auch mit Topspielern bestückt ist. Sie spielen ein etwas komisches System, aber ich sehe definitiv Chancen für uns."

Sollte es mit einem Dreier gegen die Isländer klappen, fehlt dann "nur" noch ein Sieg bei den schon abgeschlagenen Finnen, aber dieses "nur" steht ganz bewusst in Anführungszeichen...

"Ja, das wäre dann ein echtes Finale. Wir Türken machen uns ja das Leben gerne schwer und haben eigentlich immer ein Finale und jetzt haben wir noch eines, in dem wir Geschichte schreiben können", so Şahin, der beim BVB bislang eine großartige Saison spielt und zuletzt auch in der Nationalmannschaft gegen Kroatien zu überzeugen wusste.

"Es ist jetzt nicht so, dass die Türkei untergeht, wenn wir das Spiel verlieren, aber für das Fußballland Türkei wäre es schon sehr, sehr wichtig, wenn wir das Spiel gewinnen, damit wir auch unseren jungen Spielern eine Chance geben, sich bei der WM zu beweisen", schielt der 29-Jährige schon ein bisschen in Richtung Russland.

"Mich erfüllt es mit Stolz, dass wir jetzt beim AS Rom einen Spieler haben. Bei Villarreal haben wir einen jungen Spieler, bei Freiburg spielt ein Nationalspieler. Das muss das Ziel sein. Die Jungs müssen ins Ausland, die Jungs müssen auf hohem Niveau spielen", erklärt Şahin, der ja selbst 2005 mit gerade 17 Jahren der jüngste Debütant in der türkischen Nationalelf war und neben dem BVB-Trikot auch das von Real Madrid und Liverpool getragen hat.

Aber auch für Şahin selbst wäre die WM-Teilnahme ein weiteres Karriere-Highlight: "Wann waren wir das letzte Mal bei der WM dabei?" fragt Şahin und gibt gleich selbst die Antwort: "2002! Das sagt doch schon alles. Ja, es wäre schön, wenn ich sozusagen zum Ende meiner Karriere, auch wenn sich das mit 29 jetzt blöd anhört, endlich eine Weltmeisterschaft spielen kann."

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst auf www.uefa.com / Autor: Axel Ruppert


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