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Sonntag, der 08. Oktober 2017

Lucescu kritisiert Fußballkultur in der Türkei

Türken-Coach Mircea Lucescu zeigte sich auf der heutigen Pressekonferenz wenig selbstkritisch. Der Rumäne beschuldigte stattdessen die Süper Lig-Teams für den schlechten Zustand der türkischen Nationalmannschaft.

Von Erdem UFAK

Der WM-Traum der Türken ist nach dem deutlichen 0:3 gegen Island am Freitagabend ausgeträumt. So geht es für die Mannen von Mircea Lucescu am Montag in Finnland lediglich noch darum, die WM-Qualifikation gebührend zu Ende zu bringen. Spieler wie Nuri Sahin, Burak Yilmaz und Arda Turan sind die Reise nach Turku erst gar nicht mit angetreten und verletzungsbedingt aus dem Kader gestrichen worden. Zudem wird Linksverteidiger Caner Erkin gelbgesperrt fehlen.

Tosun hat verpasste WM noch nicht verdaut

Dementsprechend gedrückt war die Stimmung bei der heutigen Pressekonferenz im Veritas-Stadion. Anwesend war neben Nationaltrainer Mircea Lucescu auch Stürmer Cenk Tosun, dem die Enttäuschung über die verpasste WM noch deutlich anzumerken war. „Ich möchte nochmals betonen, wie traurig wir sind. Wenn die Erwartungen so groß sind, ist die Enttäuschung am Ende umso größer. Wir alle wollten zur WM. Die vielen jungen Spieler im Team werden sicherlich noch eine Weltmeisterschaft miterleben. 2018 müssen wir jetzt vergessen und uns schnell auf die Europameisterschaft 2020 fokussieren", so der Besiktas-Angreifer heute.

„Werden gegen Finnland die passende Reaktion zeigen!"

Für sichtlich mehr Aufsehen sorgten die Aussagen von Coach Lucescu, der zunächst einen Ausblick auf das letzte Gruppenspiel gegen Finnland gab: „Wir werden alles dafür tun, um dieses Spiel zu gewinnen. Allerdings hat unser Gegner in den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt. Sie sind körperlich sehr stark, Island also sehr ähnlich. Daher müssen wir sehr vorsichtig sein. Aber wir werden die passende Reaktion zeigen. Es ist sehr schade, dass wir gegen Island nicht gewinnen konnten. Wir haben das Spiel auf eine sehr einfache Art und Weise verloren. Doch das Leben geht weiter."

Keine Selbstkritik - dafür Kritik an der Fußballkultur in der Türkei

Kritik übte der rumänische Übungsleiter an den Süper Lig-Teams. Demnach sei es für einen türkischen Nationaltrainer nicht möglich, ein verlässliches Grundgerüst aufzubauen. „Es ist nicht leicht mit Spielern, die nicht oder wenig spielen, ein Team zusammenzustellen. Unser Bestreben muss sein, dass die Nationalspieler auch bei ihren Vereinsmannschaften öfter zum Einsatz kommen. Wichtig wäre auch, dass unsere Legionäre endlich mehr Einsatzminuten bekommen." Selbstkritisch zeigte sich Lucescu hingegen nicht. Fehler in der taktischen sowie personellen Ausrichtung im Island-Spiel wollte sich der erfahrene Rumäne nicht eingestehen. Stattdessen fuhr er mit seiner Kritik fort: „Die türkischen Talente sollten nicht sofort ins Ausland, sie sollten sich zuerst in der Türkei beweisen. Außerdem erwarte ich mehr Unterstützung von den türkischen Trainern. Sie müssen ihre Spieler stärken. In der Nationalmannschaft haben wir Spieler von 15 verschiedenen Vereinen. Es ist nicht möglich, ein Mannschaftgerüst mit Spielern zusammenzustellen, welche bei insgesamt 2-3 Teams spielen. So wird es alles andere als einfach."

Lucescu fordert Leistungssteigerung seiner Spieler

Aber auch mit der Arbeitseinstellung der türkischen Spieler war der 72-Jährige nicht einverstanden. Der Rumäne erklärte weiter: „Es wird immer schwerer, geeignete Spieler für die Nationalmannschaft zu finden. Für die Vereine muss es eine Ehre sein, wenn ihre Spieler für die Türkei auflaufen. Doch dafür müssen diese in ihren Vereinen zu Leistungsträgern werden. Sie müssen besser als die ausländischen Spieler sein und mehr Verantwortung übernehmen. Nennen Sie mir einen Verein, von dem ich drei Spieler nominieren könnte. Alleine das ist schon sehr schwer." Die Flinte ins Korn zu werfen kommt für Lucescu allen Widrigkeiten zum Trotz dennoch nicht in Frage. „Mit der Zeit werden wir eine sehr viel stärkere Nationalmannschaft aufbauen. Davon bin ich überzeugt. Ich erkenne nämlich das Talent in unseren türkischen Spielern."


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