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Dienstag, der 10. Oktober 2017

Nach WM-Aus: Lucescu nimmt Vereine in die Pflicht

Mircea Lucescu gibt den türkischen Vereinen eine Teilschuld am WM-Aus der Türkei. Ali Dürüst erklärt, dass TFF-Präsident Yıldırım Demirören im Amt bleibt, während Oğuzhan Özyakup und Yusuf Yazıcı auf die neue Generation setzen.

Von Anil P. Polat

Nach dem WM-Qualifikations-Aus und dem letzten Gruppenspiel gegen Finnland, in dem die Türkei trotz zweifacher Führung am Ende nicht über ein 2:2 hinaus kam (zum Spielbericht), hatten Trainer, Spieler und Verbandsfunktionäre noch einige abschließende Worte zur verpassten Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland.

Mircea Lucescu (Cheftrainer Türkei): „Dass wir nicht weitergekommen sind, ist mein Fehler, nicht der der Spieler. Ihr Einsatz hat mich zufriedengestellt. Ich hatte leider wenig Zeit, um mich auf diese Partien vorzubereiten. Nach dem guten Spiel gegen Kroatien, haben wir leider gegen Island nicht die gleiche Leistung abrufen können. Hätten wir zunächst gegen Finnland und dann gegen Island gespielt, wäre es vermutlich besser gelaufen. Wir waren meist in den zweiten Spieler besser. Gegen Finnland haben wir 35 Minuten stark gespielt und die Begegnung dominiert. Die schlechten Wetterverhältnisse kamen den Gastgebern gelegen. Wir hätten einige Positionen nutzen können, haben dies aber versäumt. 

Hätte ich gegen Island an der Seitenlinie gestanden, hätte ich meinem Spieler zugerufen, dass er gegen einen Gegenspieler, der über 1.90 Meter groß ist, nicht zum Kopfball in die Luft steigen soll. So kam es, dass der isländische Spieler den Ball unter Kontrolle bekam und in der Folge führte dessen Pass zum Gegentor. Caner war zehn Meter von seinem Gegenspieler entfernt und konnte nicht tun, was nötig war. Bis dahin haben wir gut gespielt. Es ist sehr schade, hätten wir wie gegen Kroatien konzentriert und diszipliniert weiter gespielt, dann hätten wir noch gewinnen können. Das war für mich und meine Spieler eine große Lehre. 

Die türkischen Spieler spielen in der Türkei nicht für ihre Klubs. Unsere Nationalmannschaft ist langsamer und läuft weniger als unsere Gegner. Die türkischen Klubs müssen die Spieler für die Nationalmannschaft besser vorbereiten.  Ich habe die Türkei in einer heiklen Phase übernommen. Man kann die körperlichen Defizite nicht mit einem dreitägigen Trainingslager wettmachen." 

Oğuzhan Özyakup (Mittelfeldspieler Türkei): „Zunächst einmal gratuliere ich unserer Amputierten-Nationalmannschaft zum Gewinn der Europameisterschaft. Wir sind sehr stolz auf sie. Nach dem Island-Spiel hatten wir keine Chance mehr aufs Weiterkommen. Aber wir kamen her, um zu gewinnen. Wir hatten unsere Möglichkeiten, konnten diese aber nicht verwerten. Wir müssen uns mit der neuen Generation jetzt auf die EURO 2020 vorbereiten und darauf unser Augenmerk richten. Ich werde bezüglich der Ausländerregelung nicht ins Detail gehen, aber ich bin der Ansicht, dass die türkischen Spieler hart arbeiten müssen, um bei ihren Klubs und in der Liga zu spielen. Zehnmal mehr als ausländische Spieler. Wir haben unglaublich talentierte Spieler, aber Talent allein reicht nicht.  Wir müssen jetzt alles hinter uns lassen, uns konsequent verbessern und auf die EURO 2020 fokussieren. 

Yusuf Yazıcı (Mittelfeldspieler Türkei): „Ich gratuliere der Amputieren-Nationalelf zum Titelgewinn bei der EM. Wir hingegen sind sehr traurig, da wir unser Volk enttäuscht haben. Wir wollten so sehr zur WM, aber es hat nicht geklappt. Wir hatten den Ballbesitz und kontrollierten über weite Strecken das Spiel gegen Finnland, haben aber sehr unglückliche Tore kassiert. Vor uns liegen neue internationale Spiele. Ich denke unsere junge Generation gibt Hoffnung. Wir wollen uns verbessern und bei den nächsten Turnieren dabei sein. Unsere erfahrenen Spieler im Kader unterstützen uns wie große Brüder und machen uns Mut und helfen uns." 

Ali Dürüst (Vizepräsident TFF): „Unsere Amtszeit geht weiter. Natürlich sind wir traurig, dass unsere Nationalmannschaft nicht bei der Weltmeisterschaft dabei sein wird. Aber unsere Aufgabe geht über die Milli Takım hinaus. Wir haben wichtige Projekte und Aufgaben, die auf uns warten. Wir werden aus unseren Fehlern unsere Lehren ziehen. Wir habe das Projekt „die Türkei spielt Fußball" vor Augen. Präsident Yıldırım Demirören denkt nicht an Rücktritt. Weder habe ich so etwas von ihm gehört noch hat er mich so etwas spüren lassen und ich bin permanent in seinem Umfeld."

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